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Die krisenreiche Beziehung zwischen Apple und AT&T

Florian Matthey
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Das IT-Magazin Wired hat einen langen Artikel zu Apples schwieriger Beziehung zum US-Netzbetreiber AT&T veröffentlicht. Wired vergleicht die Situation mit einem Ehepaar, das zu schnell geheiratet hatte und jetzt hauptsächlich wegen der Kinder zusammen bleibt.

AT&T und Apple sollen sich gegenseitig Probleme geschaffen haben: Apple wollte den Internet-Zugang für iPhone Kunden nicht beschränken, AT&T konnte sein Netz aber nicht schnell genug ausbauen, um den neuen Kunden einen entsprechenden Service zu bieten. Apple habe sich für GSM-Chips von Infineon entschieden, die in Europa zum Einsatz kommen – dort sei die Dichte an Handy-Masten allerdings viel höher, so dass das iPhone mit AT&Ts amerikanischem Netz Probleme hatte. AT&T habe diese Probleme mit Apple zusammen lösen wollen – Apple habe wiederum darauf verwiesen, dass es alleine das Problem des Netzbetreibers sei.

Mehrere Male soll Apple über ein Ende der Beziehung nachgedacht haben, die sich für beide Seiten trotz aller Streitigkeiten als sehr profitabel erwies. Für den Wechsel zum AT&T-Konkurrenten Verizon müsste Apple allerdings wiederum andere GSM-Chips von Qualcomm in das iPhone integrieren, was einen zusätzlichen Aufwand bedeutete.

Der Artikel bietet aber auch einige lustige Anekdoten: So habe ein AT&T-Mitarbeiter vor einem Treffen von Steve Jobs mit AT&Ts Verwaltungsrat vorgeschlagen, dass der Apple-CEO doch mal einen Anzug anziehen sollte. Die Antwort: “Wir sind Apple. Wir tragen keine Anzüge. Wir haben nicht einmal Anzüge.”

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