Display-Hersteller aus Taiwan verklagt Apple wegen iPad-Markennamen

Florian Matthey
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Proview, ein Flat-Screen-Hersteller aus Taiwan, will Apple wegen einer vermeintlichen Verletzung eines Markennamens verklagen. Vor einigen Jahren hatte sich Proview mit dem Tablet-Computer “I-Pad” versucht, die globalen Markenrechte dann aber an Apple abgetreten. Nach der eigenen Interpretation behielt das Unternehmen die Rechte aber für den chinesischen Markt.

Proview droht Apple nun mit einer Klage auf 10 Milliarden Yuan (circa eine Milliarde Euro) Schadensersatz wegen unerlaubter Benutzung des Markennamens in China. Der Geschäftsführer Yang Rongshan hat eine Klage sowohl in China als auch in den USA angekündigt.

Proview Electronics hatte den Markennamen im Jahr 2006 an das Unternehmen IP Application Development verkauft – eine Art Strohmann-Unternehmen von Apple. Proview sei sich nicht darüber im Klaren gewesen, dass das Unternehmen mit Apple in Verbindung stünde, auch seien die Rechte für den chinesischen Markt nicht Teil des Abkommens gewesen.

Yang erklärte, dass Apple sich “arrogant” verhalte. Außerdem befinde sich Proview in finanziellen Problemen, eine Zahlung von Apple könne dem Unternehmen helfen.

Um den Markennamen “iPad” hatte es bereits kurz nach der Vorstellung des Geräts Streit gegeben. Seinerzeit allerdings zwischen Apple und Fujitsu. Apple hatte daraufhin die Rechte an dem Namen im März vom japanischen Unternehmen gekauft.

Weitere Themen: iPad, Proview Technology

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