Ermittlungen gegen Manager von Apple-Zulieferer wegen Insider-Trading

Florian Matthey

Amerikanische Behörden ermitteln in diesen Tagen, ob Börsenanalysten mit Informationen um Apple und andere Unternehmen unzulässiges Insider-Trading betrieben haben. Die Aufmerksamkeit, die Apples neuen Produkten zuteil wird sowie das hohes Maß an Geheimniskrämerei machen das Unternehmen für diese Praxis besonders interessant.

Das Wall Street Journal berichtet über Ermittlungen der US-Bundespolizei, dem FBI, gegen für Manager, die nebenbei als Berater der “Expert-Network”-Firma Primay Global Research LLC arbeiteten. Das FBI geht gegen alle Mitarbeiter der Firma vor. Walter Shimoon, ein Manager des Apple-Zulieferers Flextronic, soll die Firma mit Informationen versorgt haben, obwohl er eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet hatte. Shimoon habe Informationen zu Verkaufszahlen und zu einem neuen iPhone Modell verraten und für die geheimen Informationen 22.000 US-Dollar erhalten.

Laut Fortune Tech war Shimoon beim iPhone 4 sehr treffsicher: In einem Telefonat, das das FBI abgehört hatte, sprach er acht Monate vor der Veröffentlichung des iPhone 4 über ein neues Modell mit zwei Kameras – eine 5-Megapixel-Autofocus Kamera auf der Rückseite, eine VGA-Kamera auf der Vorderseite. Auch wusste er von einem neuen Produkt mit dem Codenamen “K48″, das eine neue Produktkategorie einführen werde, aber über keine Kamera verfüge. Es handle sich um eine Art “Reader”. Laut Shimoon entlasse Apple Mitarbeiter, die den Codenamen offen aussprechen. Aus K48 wurde später das iPad.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz