Ex-Apple-CEO über Newton: Damals ein Blick in die Zukunft

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Als Steve Jobs im Jahr 1997 Apples CEO wurde, war eine seiner kontroversesten Entscheidungen die Einstellung des Newton. Sein Vorgänger John Sculley hat sich jetzt zu der Entstehungsgeschichte des wenig erfolgreichen Apple-PDA geäußert – und erklärt, warum dessen Erbe fürs heutige Mobil-Zeitalter so wichtig ist.

Ex-Apple-CEO über Newton: Damals ein Blick in die Zukunft

Sculley sprach im Rahmen des Events der South Florida Technology Alliance (SFTA) über die Geschichte des Newton MessagePad – dem Pionier unter allen PDAs, der sich auch als Vorgänger des iPhone und iPad einordnen lässt. Und das in einem größeren Ausmaß, als es vielen heutigen Smartphone- und Tablet-Benutzern bewusst sein dürfte.

Seinerzeit hatte Apple die Idee für ein entsprechendes Gerät, sah aber auch das Problem, dass es keine Prozessoren gab, die leistungseffizient genug waren, um eine grafische Benutzeroberfläche auf ein entsprechend kleines Gerät zu bringen. Das Bedürfnis, stromsparende und gleichzeitig leistungsfähige Chips zu bekommen, ist heute immer noch vorhanden.

Seinerzeit entschied sich Apple zusammen mit Acorn Computers und VLSI ein Joint Venture zu gründen, um einen entsprechenden Prozessor zu entwickeln: Die Firmen investierten in das Unternehmen ARM, das dann den Chip ARM6 ins Leben rief, der den Apple-Ansprüchen gerecht wurde. ARM-Chips befinden sich heute in fast allen Smartphones und Tablets – auch der Apple A6 im iPhone 5 ist ein ARM-kompatibler Chip.

Sculley sprach unter anderem auch darüber, dass die Handschrifterkennung des Newton – die oft nicht wirklich zuverlässig funktionierte – gar nicht das wichtigste Feature des Gerätes werden sollte. Apples Hauptaugenmerk habe damals eigentlich dem Ziel gegolten, eine mit dem Mac vergleichbare grafische Benutzeroberfläche auf ein wirklich tragbares Gerät zu bringen.

Im Vergleich zu modernen tragbaren Geräten fehlten dem Newton vor allem Drahtlos-Technologien, die damals einfach noch nicht erhältlich waren. Laut Sculley wusste das Newton-Team aber schon damals, in welche Richtung die Entwicklung gehen würde.

Der Newton konnte sich nie wirklich durchsetzen, so dass er Steve Jobs’ Rationalisierungsbestrebungen zum Opfer fiel: Der neue Apple-CEO wollte, dass sich das Unternehmen auf einige wenige Produkte konzentriert. Rückblickend lässt sich aber durchaus sagen, dass das Gerät schon damals einen Blick in die Zukunft erlaubte.

Sculley spricht in dem Video ab Minute 58 über den Newton.

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