FBI will Apple Hacking-Methode nicht verraten: „Wissen selbst nicht genug“

Florian Matthey
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Der Streit zwischen Apple und dem FBI um das iPhone 5c des San-Bernardino-Attentäter erledigte sich dadurch, dass das FBI sich durch einen Hack selbst Zugriff verschaffen konnte. Die Behörde hat jetzt entschieden, nicht zu verraten, wie dieser Hack funktioniert.

FBI will Apple Hacking-Methode nicht verraten: „Wissen selbst nicht genug“

Nachdem das FBI erklärte, dass es sich auch ohne Apples Hilfe Zugriff auf das iPhone 5c von Syed Farook verschaffen konnte, stellten viele Beobachter die Frage, welche Methode die Behörde wohl verwendet haben könnte. Besteht im iOS vielleicht eine Sicherheitslücke, von der auch Apple selbst noch nichts weiß? Das FBI verriet lediglich, dass die Methode nicht mit aktuelleren iPhones funktionieren würde, was zumindest Rückschlüsse auf mögliche Methoden zulässt.

Das Wall Street Journal berichtet jetzt, dass sich das FBI entschieden hat, dass es die Methode auch in Zukunft geheim halten möchte. Gegenüber dem Weißen Haus erklärte die Behörde, dass eine interne Regierungs-Überprüfung alleine schon deshalb wenig Sinn ergeben würde, weil das FBI selbst „so wenig weiß“. Das FBI soll bekanntlich 1,3 Millionen Dollar an Hacker bezahlt haben, um Zugriff auf die Daten zu bekommen – und offenbar haben die Hacker dem FBI zufolge nicht genau erklärt, was sie eigentlich getan haben.

Die Regierungs-Überprüfung könnte zu einer Anordnung führen, Apple über die Zugriffsmöglichkeit zu informieren. Nach dem Willen des FBI soll Apple aber keine weiteren Details erfahren.

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