Feuchtigkeits-Indikatoren: Apple in iPod-Garantiefällen nun weniger streng

Florian Matthey
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Apple versieht alle Mobil-Geräte mit Flüssigkeits-Indikatoren, die den Hersteller erkennen lassen, ob ein defektes iPhone, iPod, iPad oder MacBook mit Wasser in Berührung gekommen ist. So lässt sich ein Garantiefall ausschließen. Kritik an der Empfindlichkeit der Indikatoren scheint Apple aber nun etwas weniger streng vorgehen zu lassen.

Schon nach der Einführung des ersten iPhones fiel Kunden im Kopfhöreranschluss eine silberne “Kugel” auf. Diese färbt sich rosarot, wenn sie mit Wasser in Berührung kommt. Hat sie sich verfärbt, steht fest, dass der Kunde das Gerät hat ins Wasser fallen lassen und somit für entsprechende Defekte selbst verantwortlich ist. So zumindest die bisherige Interpretation des Herstellers.

So einfach liegt der Fall aber nicht immer: Zumindest beschwerte sich eine betroffene Kundin im letzten Jahr in einer Klage gegen Apple über die zu strenge Handhabung entsprechender Garantiefälle. So könnten sich die Sensoren auch bei kalten Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit verfärben. Die Klägerin suchte Gleichgesinnte für eine Sammelklage, der Fall ist noch bei einem kalifornischen Gericht anhängig.

Apple scheint zumindest beim iPod weniger streng zu werden: Die französische Website Mac Generation hat ein Support-Dokument des Herstellers entdeckt, das Mitarbeiter und Händler zu einer neuen Handhabung anweist. Sollte der Kunde im Falle verfärbter Indikatoren darauf bestehen, dass der iPod nicht mit Flüssigkeit in Berührung gekommen ist, will Apple eine Garantieleistung nur dann verweigern, wenn mehrere der Sensoren sich verfärbt haben.

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