FTC untersucht In-App-Käufe in Spielen

Flavio Trillo
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In-App-Käufe sorgen derzeit vor allem wegen Apples Abonnement-Richtlinien für Schlagzeilen. Auch die US-Handelskommission FTC beobachtet das Geschäftsmodell derzeit genau um möglichen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln vorzubeugen. Die Behörde beleuchtet die Praktik neuerdings aber auch von einer anderen Perspektive. Kinder können oft nicht zwischen Spielgeld und echten In-App-Käufen unterscheiden, was zum Leid der Eltern mit hohen iTunes Rechnungen verbunden ist.

Der demokratische Abgeordnete für den US-Bundesstaat Massachussetts, Ed Markey, hatte sich in einem Brief an die FTC gewandt. Zuvor war in der Washington Post ein Bericht erschienen über die zum Teil erheblichen Kosten, die einige Kinder für ihre Eltern mit In-App-Käufen verursacht hatten. Den Kleinen sei häufig der Unterschied zwischen Zahlungsmitteln innerhalb des Spiels und harten Dollar nicht klar. Die Apps trügen mit ihrer zum Einkauf animierenden Art nicht gerade dazu bei, ihnen diese Diskrepanz zu verdeutlichen.

Die FTC nehme sich nun der Sache an und beobachte die Geschäftspraxis dahingehend genauer. “Wir teilen die Bedenken in vollem Umfang, dass insbesondere Kinder vermutlich nicht verstehen, welche Auswirkungen diese Art von Käufen hat”, so Jon Leibowitz, Vorsitzender der Kommission. Zu weiter gehenden Kommentaren ließen sich weder FTC noch Apple überreden.

Weiterhin bleibt das Unternehmen aus Cupertino zudem unter Beobachtung wegen seiner Richtlinien hinsichtlich In-App-Käufen für Verlage und andere Abo-Anbieter. Anders als die US-amerikanische FTC sowie belgische Wettbewerbshüter und die europäische Kommission hält sich das deutsche Bundeskartellamt mit Untersuchungen bislang zurück.

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