Gebrauchter Mac oder neuer PC: Milchmädchenrechnung ohne den Wirt

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Wer nicht wie Dagobert Duck in harten Talern schwimmt, muss sich vor jedem Computerkauf genau überlegen, welchem Hersteller er das schwer verdiente Geld in den Rachen wirft. Gammliger Apfel statt Asus, Sony, Toshiba? Generalüberholter iMac oder brandneuer Desktop-PC? Bei der Frage „alt oder neu“ ist die Antwort doch eigentlich klar. Oder?

Gebrauchter Mac oder neuer PC: Milchmädchenrechnung ohne den Wirt

Der Gebrauchtmarkt boomt – ganz gleich ob Mac oder PC, Notebook oder Desktop-Rechner. Bei Produktzyklen von höchstens einem Jahr (für Einzelkomponenten wie Festplatten oder Grafikkarten durchaus auch weniger) überschwemmen Fast-Neugeräte die altbekannten Wasserlöcher.

Darunter auch eine Vielzahl von Macs, groß und klein. Zu den üblichen Verdächtigen wie eBay und Co. gesellt sich das Angebot des, mit einem gewissen Vertrauensbonus ausgestatteten Apple Online Store. Die Abteilung bietet genau dies: Vom Hersteller aufgepeppelte Rückläufer, Austauschgeräte und Computer ähnlichen Schicksals. Natürlich mit einem bisweilen recht ordentlichen Preisabschlag.

Trotzdem hat man überhaupt keine Schwierigkeiten, dort gebrauchte MacBooks zu Preisen jenseits der 2.000 Euro zu finden — Schockschwere Not! Dafür bekomme ich doch im Elektronikfachmarkt meines Vertrauens eines der besseren Dell-Notebooks, und zwar erntefrisch!

Damit scheint die Sache eigentlich klar. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Zukunft. Lange müssen wir nicht in der Zeit reisen, ein paar Monate genügen schon. Man hat sich also eine Weile mit dem neuen Eigentum auseinandergesetzt, will aber nicht so recht „warm“ werden. Hier passt die Bedienung nicht, dort das Gewicht — kurz: Es soll etwas anderes her.

Außer für besagten Herrn Duck bedeutet das, der „Alte“ muss weg und zwar möglichst gewinnbringend. Spätestens jetzt bemerkt unser Dell-Käufer, dass er etwas falsch gemacht hat. Sein Notebook inklusive OVP, Bedienungsanleitung und Garantie wird ihm kaum mehr mehr als die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises einbringen.

Rechnet man den Wertverlust in Miete um, hat man für ein halbes Jahr Notebook-Benutzen schnell 150 bis 200 Euro pro Monat gelöhnt. Hätte er etwas länger gespart und den Aufpreis für einen Mac gezahlt, wäre sogar bei einem gebrauchten Modell der Wertverlust über die gleiche Zeitspanne deutlich geringer ausgefallen. Statt mehr als hundert Euro „Miete“ pro Monat, wären nur ca. 25 Euro angefallen.

Der Unterschied zeigt sich umso stärker, je älter die Geräte werden. Für das weiße Kunststoff-Unibody-MacBook aus dem Oktober 2009 werden aktuell noch zwischen 550 und 600 Euro gezahlt, wenn man es fein herausputzt. Ein vergleichbar ausgestattetes PC-Notebook, etwa ein Sony VAIO oder ein Dell XPS, bringen dagegen nur etwa 200 Euro auf dem Gebrauchtmarkt. Entsprechend niedriger, so haben wir’s in der vergangenen Woche gelernt, die Preise bei Flip4New und seinen Partnern. Dafür spart man sich Aufwand und eventuellen Ärger einer Auktion.

Mit anderen Worten: Die Ausgabe für einen Apple-Rechner, und sei es ein gebrauchter, lohnt sich mittel- und langfristig. Der dreimal so hohe Wiederverkaufspreis spricht für sich. Wenn man einmal die Entscheidung für eines der beiden Betriebssysteme außen vor lässt (ja, solche Leute soll es ja geben), sind höhere Preise für Gebrauchtgeräte von Apple also nichts was gegen, sondern etwas, das für sie spricht.

Sicher, Apple-Computer sind nicht die günstigsten. Aber wie beim Autokauf sind es auch hier oft die höheren Ausgaben, die einem am Ende viel Geld und Kummer ersparen.

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