Gericht bestätigt Apples Kündigung wegen Facebook-Post

Flavio Trillo
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In Großbritannien hat Apple einem seiner Store-Mitarbeiter gekündigt, nachdem dieser sich auf Facebook negativ über seinen Arbeitgeber geäußert hatte. Der Mann klagte gegen die Kündigung – und verlor. Ein Gericht bestätigte kürzlich die Wirksamkeit der Entlassung, obwohl die Nachricht privater Natur und nicht öffentlich sichtbar war.

Der Angestellte namens Crisp wurde zunächst wegen “schwerwiegenden Fehlverhaltens” gekündigt. Wegen eines negativen Kommentars über Apple, den er auf die private Seite eines Facebook-Freundes schrieb, entließ ihn sein Arbeitgeber. Crisp wollte das nicht hinnehmen und wandte sich vor einem Arbeitsgericht gegen die Kündigung.

Sein Vorgesetzter hatte von dem Posting nur erfahren, weil es ihm durch einen Kollegen, der auf dem sozialen Netzwerk mit Crisp “befreundet” war, übermittelt wurde. Die Nachricht war zwar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, konnte aber, so die Richter, jederzeit kopiert und weitergegeben werden. Aus diesem Grund konnte er sich nicht darauf berufen, die Kommunikation sei privater Natur gewesen.

Zwar wurde ihm das Recht auf freie Meinungsäußerung zugesprochen, die Richter räumten jedoch gleichzeitig ein, dass Apple seine Interessen durch eine Einschränkung dieses Rechts zulässigerweise schützen durfte. Die Marke und das Image seien besonders wichtige Bestandteile des Erfolges des Herstellers. Daher dürfe das Unternehmen solche Vorschriften wirksam mit seinen Arbeitnehmern vereinbaren, die es ihnen verbieten, sich negativ über die Marke zu äußern.

Grundsätzlich ist es Apple-Mitarbeitern verboten, Apple oder ihre dortige Anstellung im Internet zu erwähnen. Das Gericht sah dieses Verbot durch ausreichende sachliche Erwägungen gestützt und wies die Klage ab. Ob dem bezweckten Image-Schutz mit einer so begründeten Kündigung tatsächlich Genüge getan wurde, steht auf einem anderen Blatt.

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