Gerücht: Apple soll Werbeplattform nach Ad-Exchange-Modell planen

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Gerücht: Apple soll Werbeplattform nach Ad-Exchange-Modell planen

Gerüchten zufolge könnte Apple sein Engagement im Bereich der Online-Werbung deutlich ausbauen. Angeblich plant das Unternehmen eine Plattform, über die Unternehmen Apple-Kunden individualisiert ansprechen könnten.

Business Insider will von einem großen Manager aus der Werbeindustrie erfahren haben, dass Apple eine “Ad Exchange”-Plattform plant. Diese könnte das Unternehmen in sein bestehendes Mobil-Werbung-Angebot iAd integrieren, möglicherweise aber auch separat betreiben.

In der Plattform könnten Werbekunden einzelne durch Apple vermittelte Werbe-”Slots” kaufen und versuchen, mit ihrer Werbung treffsicher bestimmte Kunden zu erreichen. Was das Apple-Angebot besonders interessant machen könnte sei die Tatsache, dass Apple den Werbekunden den Zugriff speziell zur Apple-Kundschaft ermöglichen könnte. Über die eigene Kundschaft kann Apple immerhin Daten sammeln, die mehr über ihr jeweiliges Kaufverhalten aussagen.

Die Website zitiert unter anderem den ehemaligen Apple-Mitarbeiter Dan Grigorovici, heute der Chef des Mobil-Werbungs-Auswertungs-Unternehmen AdMobius. Grigorovici glaubt, dass Apple auf dem Werbemarkt viel erreichen könnte, wenn das Unternehmen nur wollte: Immerhin kontrolliere Apple die Geräte, das App-Ökosystem, das Entwicklerkit für Werbung, über iTunes-Store-Accounts die Abwicklung von Verträgen, verschiedene Medien-Kanäle – online und schon jetzt eingeschränkt das Fernsehen – und verschiedene Kategorien an Inhalten wie Musik oder Filme.

Sollte sich Apple also entscheiden, das Werbe-Geschäft größer anzugehen, böte sich ein großes Potential. Allerdings müsste sich das Unternehmen dann entscheiden, ob es sich nicht auch auf anderen Plattformen als den eigenen Betriebssystemen bewegen wollte, so Grigorovici weiter.

Apples CEO Tim Cook betonte im Rahmen seines Auftritts auf der D11-Konferenz jedenfalls, dass das Werbe-Geschäft für Apple aktuell nicht Teil des Kerngeschäfts sei – das Unternehmen betreibe iAd in erster Linie, damit die Entwickler von iOS-Apps damit Geld verdienen können, nicht aus eigenen monetären Gesichtspunkten.

Das schließt natürlich nicht aus, dass sich das ändern könnte. Die Business-Insider-Quelle soll jedenfalls ein großer Name in der Branche sein – bei anderen Quellen konnte die Seite die Informationen jedoch nicht bestätigen.

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