Gerüchte um Sony-Übernahme durch Apple sorgen für Aufregung

Florian Matthey
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Spekulationen darüber, was Apple mit seinen großen Barreserven machen könnte, nehmen abenteuerliche Formen an. Jüngsten Gerüchten zufolge soll Apple an einer Übernahme des japanischen Elektronikkonzerns Sony interessiert sein. Die Börse hat auf die Spekulationen schonmal reagiert.

Schon am Wochenende berichtete eine Presseagentur darüber, dass Apple mit Hilfe der hohen Barreserven einige Unternehmen übernehmen könnte: Adobe, Sony und Disney seien mögliche Ziele, so die Zeitung Barron’s. Steve Jobs hatte im Rahmen der Bekanntgabe der letzten Quartalsergebnisse mit dem Verweis auf “strategische Optionen” angedeutet, dass Apple mit dem vielen Geld ein Unternehmen übernehmen könnte, wenn sich eine Möglichkeit biete. Das führte prompt zu Spekulationen – unter anderem auch über Facebook. Apples Kriegskasse umfasst rund 51 Milliarden US-Dollar.

Selbst der Barron’s-Autor Eric Savitz betont aber, dass es sich bei den Überlegungen zu Adobe, Sony und Disney um reine Spekulationen handelte, die er selbst anstellte, ohne weitere Informationen zu haben. Trotzdem stieg die Sony-Aktie am Dienstag immerhin um drei Prozent. Daraufhin erklärten Börsen-Analysten, dass sie eine Übernahme für sehr unwahrscheinlich hielten. Ashok Kumar von Rodman & Renshaw glaubt nicht, dass Apple überhaupt Übernahmen eines solchen Ausmaßes ins Auge fasse.

Langjährige Apple-Benutzer erinnern sich vielleicht daran, dass es schonmal Übernahme-Gerüchte um Sony und Apple gab. Damals allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: In den 90er Jahren, vor der Rückkehr Steve Jobs’ ins Unternehmen, hielten Beobachter Sony für einen möglichen Apple-Retter. Der Mac-Hersteller kämpfte damals ums Überleben.

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