Hoher Wirkungsgrad: Apple ist effizienter und profitabler als der Rest

Flavio Trillo
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Was Umsätze, Gewinne und Marktwert angeht, hat Steve Jobs die Konkurrenz hinter sich gelassen und sogar die Platzhirsche aus Redmond verdrängt. Aber das ist nicht alles, was Apple besser kann als andere. Schaut man auf den Umsatz, den jeder Mitarbeiter für das Unternehmen generiert, liegt der Mac-Macher ebenfalls vorne – ein Musterbeispiel an Effizienz.

Die Effizienz, oder der Wirkungsgrad, ergibt sich aus der Division der Anzahl Mitarbeiter eines Unternehmens durch die Gewinne, die es erwirtschaftet. Diese Rechnung hat der Webseiten-Dienstleister Pingdom aufgestellt. Die Autoren kommen dabei zu der Erkenntnis, dass jeder Apple-Mitarbeiter in den vergangenen 12 Monaten im Durchschnitt 419.528 US-Dollar für den Konzern verdient hat.

19,55 Milliarden US-Dollar Umsatz seit dem dritten Quartal 2010 fallen auf derzeit 46.600 Angestellte. Das Verhältnis sah noch vor wenigen Jahren anders aus, damals rangierte Google auf Platz 1 mit 209.624 US-Dollar Gewinn pro Kopf. Apple musste sich hinter Microsoft mit Rang 3 (151.063 US-Dollar/Mitarbeiter) zufrieden geben.

Neben Apple konnten sich auch Yahoo und Intel in dieser Zeit erheblich steigern. Dell, ein scharfer Konkurrent Cupertinos, liegt derweil mit 26.321 US-Dollar pro Kopf auf dem letzten Platz der Aufstellung und verlor seit 2008 sogar an “Wirkungsgrad”.

Noch ein Beispiel gefällig? Der rumänische Hobby-Analyst Horace Dediu stellt zweierlei Datensätze gegenüber. Zum einen die Verkaufsvolumina der größeren Mobiltelefon-Hersteller im 1. Quartal 2011, getrennt nach reinen Smartphone-Produzenten und solchen, die auch herkömmliche Geräte verkaufen. Apple liegt hier mit etwa 7 Prozent Anteil irgendwo zwischen LG und Research in Motion auf Rang 4.

Anschließend stellt Dediu die Profite der jeweiligen Smartphone-Abteilungen im selben Zeitraum in einer ähnlichen Weise dar – wieder gruppiert nach reinen Smartphone- und “Gemischtwarenhändlern”. Der Sektor, bestehend aus Apple, RIM und HTC, bildet in der zweiten Grafik einen Anteil von etwa 75 Prozent. Das iPhone sorgte Dediu zufolge für ungefähr 57 Prozent der Branchen-Umsätze (Hersteller, die keine Profite im ersten Quartal 2011 zu vermelden hatten, wurden ausgenommen).

So zeige sich, dass die weltweite Verbreitung von Smartphones eine Signalwirkung für alle haben sollte, die immer noch “herkömmliche” Mobiltelefone im Angebot haben. “Alle Anbieter, die ein vielseitiges Portfolio behalten, werden ihre durchschnittlichen Gerätepreise und ihre Profite weiter schwinden sehen”, so der Beobachter.

Es bleibt die Frage, welchen Einfluss der Markt in Schwellen- und Entwicklungsländern hat. Dort werden aufgrund mangelnder Datennetze häufig noch herkömmliche Mobiltelefone eingesetzt. Dediu geht jedoch davon aus, dass in drei bis fünf Jahren Jahren alle Hersteller, die am Markt noch relevant sind, ausschließlich Smartphones herstellen werden.

Bilder: pingdom.com

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