HTC enttäuscht von Apple, Cupertino verstärkt Rechtsabteilung

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In Bezugnahme auf Apples neue Beschwerde vor der US-Handelskommission ITC gab Hersteller HTC zu Protokoll, was der taiwanesische Hersteller von Cupertinos Vorgehen hält. Beim Mac-Macher ist man damit beschäftigt, die Abteilung Urheberrecht weiter zu verstärken. Dazu wurden der kürzlich vakant gewordene Posten des obersten Patentanwalts schnell neu besetzt und frische Talente ins Boot geholt.

Richard Lutton Jr. war bis vor kurzem bei Apple für die Urheberrechtsverfolgung und -verteidigung zuständig. Reuters zufolge will er sich fortan anderen Aufgaben zuwenden und sucht nach 10 Jahren bei Apple eine neue Herausforderung. An seiner statt hat diese Position seinem LinkedIn-Profil zufolge BJ Watrous übernommen.

Dieser war zuvor bei Hewlett Packard als stellvertretender Chef-Anwalt tätig. Ebenfalls neu im Team: Noreen Krall von Sun Microsystems, Spezialistin für prozessuale Fragen und ab sofort Leiterin des Prozessführungs-Teams.

An Arbeit wird es den Mitarbeitern der stetig wachsenden Rechtsabteilung in Cupertino jedenfalls nicht mangeln. Zahlreiche Dispute über Patentverletzungen vor Gerichten in der ganzen Welt sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Gerade hat sich HTC zu den jüngsten Vorwürfen Apples vor der ITC geäußert.

Agenturberichten zufolge sei das Unternehmen “enttäuscht von Apples ständigen Versuchen, Prozesse anzustrengen, anstatt einen fairen Wettbewerb im Markt zu führen”. Man wehre sich bestimmt gegen alle Anschuldigungen, Patente verletzt zu haben und bekräftige sein Vorhaben, eigene Urheberrechte mit aller Kraft zu verteidigen, so eine Sprecherin.

Aktuell ist Apple in etwa vier Duzend Rechtsstreits verwickelt, die sich um das Android OS drehen. Gegner und bisweilen Kläger sind Samsung, HTC, Motorola, Lodsys und andere. In dem wuchernden Patent-Dschungel steigt nicht nur die Verwirrung der Beobachter, sondern auch die Kosten für die Beteiligten.

Die vor kurzem eingekaufte Patent-Sammlung des insolventen Unternehmens Nortel Networks aus Kanada soll dabei helfen, derartigen Streitigkeiten in Zukunft vorzubeugen indem potentielle Kläger von dem übermächtigen Portfolio abgeschreckt werden. Bis diese Wirkung eintritt werden aber noch einige Dollars in die Taschen renommierter Patentrechtsanwälte fließen.

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