iAd: Apples Möglichkeiten über Benutzerdaten

Florian Matthey
17

Letzte Woche hat Apple seine Werbeplattform iAd gestartet – und sorgt mit dem Sammeln von Benutzerdaten für Kontroversen. Das Unternehmen versichert, Daten nur anonymisiert zu erfassen. Businessweek erklärt in einem Artikel, welche Informationen der iPad- und iPhone-Hersteller für Mobilwerbung erfasst.

Businessweek zitiert Rachel Pasqua, eine Mobilexpertin des Marketingunternehmens ICrossing. Pasqua erklärt, dass Apple weiß, wie viel Zeit ein Benutzer für eine bestimmte App benutzt, was er herunterlädt und auch, was er nicht länger auf seinem System haben möchte und löscht. Dabei erfasst das Unternehmen Downloads aus dem iTunes Store, App Store und iBooks.

Apple könne so beispielsweise trotz anonymisierter Daten feststellen, ob ein Benutzer in das Profil eines End-Dreißiger-Familienvaters passe, um ihm eine bestimmte Männerseife eines Werbekunden anzubieten, wie der Marketing-Direktor des Kosmetikherstellers Unilever erklärt.

Bloomberg verweist in dem Artikel auch darauf, dass Datenschützer sich über Apples Informationspolitik Sorgen machen – und erwähnt sogar die deutsche Jusitzministerin Leutheusser-Schnarrenberger, die ihre Bedenken angemeldet hatte. Zu beachten sei aber auch, dass Apple die Möglichkeit biete, über eine Opt-Out-Website der Einblendung personalisierter Werbung zu widersprechen.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz