iBook Store von Apple öffnet sich für Autoren

Bernd Korz
3

Geht man heute in eine größere Buchhandlung wird man nur so von Büchern erschlagen. Egal ob ein weltberühmter Autor oder jemand der kleine bzw. sogar Kleinstauflagen auf dem Markt hat, alle haben einige Dinge gemeinsam:

  1. Sie haben einen Verlag
  2. Sie haben einen Vertrieb
  3. Sie wurden gedruckt

Wer nun selbst Bücher schreibt und mit dem Gedanken spielt, diese zu veröffentlichen wird alle drei dieser Hürden nehmen müssen. Und keine dieser eben genannten ist einfach. Wer natürlich einen Verlag hat, der wird Hürde zwei und drei ausser acht lassen können, wenn er einen guten Vertrag hat, aber egal wie, das Buch muss an die Leser verteilt werden.

Einen Verlag zu finden klingt viel einfacher als es in Wirklichkeit ist, denn – und hier ist das Problem – es gibt unglaublich viele talentierte Schreiber die eine Konkurrenz schaffen welche schon fast einem Fischschwarm gleichkommt. Wie kann man aber nun seine eigenen Bücher drucken? Und wie kann man sie verteilen/vermarkten/vertreiben?

Apple bietet hier einen sehr guten Ansatz, den iBook Store. Wer mindestens diese zwei Auflagen erfüllt, kann sein Buch dort einreichen:

  1. Eine gültige ISBN Nummer für den Buchtitel
  2. Das Buch muss im ePub-Format (ePubCheck 1.0.5) eingereicht werden

Eine ISBN Nummer ist notwendig, damit das Buch auch unter all diesen Millionen Büchern zugeordnet werden kann. Das Buch kann mit jedem Texteditor wie Pages oder Word, OpenOffice.org oder anderen geschrieben werden und wird dann in das ePub Format konvertiert.

Ist das Buch eingereicht und ein Publisherkonto angelegt, überprüft Apple ob es den Vorgaben des iBook Stores entspricht. Nun hat der Autor bis zur Veröffentlichung zeit. sich eine US-Steuer-ID zu beschaffen und einen geprüften iTunes-Store Account haben bei dem auch eine Kreditkartennummer hinterlegt ist.

Ist das Buch angenommen wird es in Zukunft im iBook Store angeboten. Der Autor hat nun die Möglichkeit überall dafür zu werben und einen Affilinetlink anzubieten. Je mehr Seiten dann darüber berichten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dafür Abnehmer finden.

Apple beteiligt sich selbst am Verkauf mit etwa 30% – 40%. Kosten für die Einstellung kommen keine auf den Autor zu. Sobald das Konto einen Mindestumsatz erlangt hat, wird das Geld an den Autor ausgeschüttet.

Der iBook Store hat sich auch pünktlich zum Start des iPad hier in Deutschland für die breite Masse geöffnet.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz