Intel zeigt Interesse an Apple-Prozessoren: Allianz gegen Samsung

Flavio Trillo
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Apple und Samsung sind sich dieser Tage alles andere als grün. Klage um Klage werfen sich die zwei IT-Giganten an den Kopf – dennoch sind sie nach wie vor durch Geschäftsbeziehungen eng miteinander verbunden. Samsung produziert die A4- und A5-Chips in aktuellen iOS-Geräten. Analysten zufolge könnte sich das bald ändern, denn neben TSMC scheint auch Intel Interesse an der Auftragsfertigung für Cupertino zu zeigen.

Die Beobachter von Piper Jaffray & Co. wollen Anzeichen dafür erkannt haben, dass Intel in das so genannte Foundry-Geschäft einsteigen möchte, um für Apple nicht mehr nur Desktop-CPUs zu fertigen. Anders als die Core-Prozessoren, die aktuell in Macs eingesetzt werden, würde der Chip-Gigant die mobilen CPUs nicht nach eigenen, sondern nach Apples Vorgaben produzieren. Von einer solchen Allianz könnten alle Beteiligten profitieren, so Gus Richard einem Bericht der EETimes zufolge.

Wegen der hohen Nachfrage nach Apples mobilen Produkten und dem damit verbundenen großen Bedarf an Mikroprozessoren würde Intel seine Position am Markt weiter stärken. Apple könnte sich derweil die großen Kapazitäten Intels zunutze machen. Darüber hinaus wäre ein Schritt in Richtung Intel gleichzeitig einer, der die Distanz zu Samsung vergrößert. Die große Abhängigkeit Apples von dem koreanischen Elektronikkonzern dürfte Steve Jobs alles andere als Recht sein, was die Gerüchte über einen Wechsel zur Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) erklärt.

Mehr Zulieferer für eine Komponente bieten eine höhere Flexibilität bei Ausfällen oder Preissteigerungen. Außerdem befindet sich Samsung im Wettbewerb mit Apple und Intel und nachweislich verbindet nichts in der Welt so stark, wie ein gemeinsamer Feind. Doch geschieht ein solcher Auftragnehmerwechsel nicht von heute auf morgen. Die nötigen Vorgänge nehmen viel Zeit in Anspruch und die Experten erwarten erstmalig im vierten Quartal 2011 Umsätze bei TSMC, die auf Bestellungen aus Cupertino zurückzuführen sind.

Ob Intel sich wirklich um einen zusätzlichen Platz an der Apple-Sonne bewirbt, ist nicht sicher. Erfolg versprechend wäre diese Strategie aber in jedem Fall.

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