Interview: Eric Schmidt über das Verhältnis zu Apple und mehr

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Eric Schmidt, ehemaliger CEO und heutiger Vorsitzender des Aufsichtsrates von Google, wurde kürzlich vom Wall Street Journal interviewt. In dem Gespräch beschreibt er das Verhältnis zu Apple und seine Einschätzung zu den andauernden Patent-Streitigkeiten unter diversen Smartphone-Herstellern.

Interview: Eric Schmidt über das Verhältnis zu Apple und mehr

Wie sich das Verhältnis zwischen den beiden Tech-Riesen Apple und Google in den vergangenen 12 Monaten verändert hat? „Es war immer schwankend. Natürlich hätten wir es lieber gesehen, wenn sie unsere Karten verwendet hätten. Sie haben die YouTube-App vom Home-Screen geworfen. Ich weiß nicht genau, warum sie das getan haben.“

Leichte Ratlosigkeit also wegen der spürbaren Distanz zwischen den ehemals gegen Microsoft vereinten Komplizen. Trotzdem — von Teenager-Rivalität will Schmidt nichts wissen. „Die reife Art, ein Unternehmen zu leiten, ähnelt der Führung eines Staates“, erklärt der 57-jährige. „Man hat Meinungsverschiedenheiten, trotzdem treiben sie auch sehr fruchtbaren Handel miteinander.“

Sowohl Larry Page als auch Tim Cook seien in der Lage, das zu verstehen und entsprechend zu handeln. Auf die Frage, ob Apple und Google in direkten Gesprächen über ein Lizenzmodell seien, antwortet Schmidt nicht direkt:

„Apple und Google sind sich der juristischen Strategien des jeweils anderen wohl bewusst. Ein Teil der Gespräche, die ständig stattfinden, befasst sich damit.“

Ein Ende sei jedoch vorerst für die Streitigkeiten nicht in Sicht. Es werde noch eine Weile weitergehen, was weder Google noch Apple sonderlich schaden dürfte. Statt dessen seien es die jungen Unternehmen, die leiden müssten.

„Wie soll ein junger Unternehmer es schaffen, die Lizenzgebühren für sein neues Produkt zu stemmen? Das ist die wahre Folge des Ganzen.“ Es seien also die kleineren Innovatoren, die Entwickler und Startups, die mit einem schier undurchschaubaren Dickicht an Patenten zu kämpfen hätten.

Ist Apples sprachgesteuerter Assistent Siri ein Konkurrent zu Googles Suche? Als nicht Web-konforme Form der Informationsbeschaffung sehe man Siri durchaus als ernst zu nehmende Konkurrenz. In der Kommunikation mit europäischen und US-amerikanischen Wettbewerbshütern komme es sogar häufig als Beispiel zum Einsatz, um Google zu entlasten.

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