iPad 3: Nächstes Apple-Tablet vielleicht mit AMOLED-Displays von Samsung

Florian Matthey
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Apple könnte die nächste iPad-Generation mit AMOLED-Displays von Samsung ausstatten. Apples Chief Operating Officer Tim Cook soll kürzlich nach Korea gereist sein, um sich mit Samsungs Management über diese Möglichkeit zu unterhalten. Die Displays mit organischen Leuchtdioden bringen große Vor-, aber auch Nachteile.

Die Zeitung Korea Herald berichtet von Cooks Asien-Reise und beruft sich auf eine anonyme Quelle, der zufolge Apple ein AMOLED-Display in einer verbesserten Version des iPad 2 einsetzen könnte. Das Gerät, das dann den Namen iPad 3 tragen könnte, würde wahrscheinlich gegen Ende des Jahres erscheinen. Samsung verbaut AMOLED-Displays selbst in seinem Android-Smartphone Galaxy S2, das Display des eigenen Tablet-Rechners Galaxy Tab ist derweil ein herkömmliches LC-Display.

Samsung AMOLED-Technologie setzt auf organische Leuchtdioden, die anders als die Flüssigkristalle in LC-Displays selbst farbiges Licht emittieren. Im Gegensatz zu LC-Displays brauchen AMOLED-Displays daher keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, so dass sie Bilder mit höheren Kontrastwerten darstellen können. AMOLED-Displays sind aufgrund dieses Vorteils auch stromsparender und dünner. Zusätzlich bieten die Displays eine deutlich niedrigere Reaktionszeit.

Ein Nachteil der AMOLED-Technologie ist die vergleichsweise kurze Lebensdauer vieler organischer Materialien. Die eigentliche Lebendauer der Leuchtdioden beträgt zwar mehrere Jahre im Dauerbetrieb, allerdings fällt schon vorher die maximale Bildhelligkeit ab. Auch sind die Displays teurer als LCD. Zumindest die Langlebigkeit soll aber bei den von Samsung verwendeten Materialien deutlich besser als die von AMOLED-Displays der Konkurrenz sein, so dass die Displays für Apple dennoch interessant sein könnten.

Der Einsatz von AMOLED-Displays im iPad war schon vor der Veröffentlichung des iPad 2 ein beliebtes Thema in der Gerüchteküche. Zum iPad 3 gab es daher auch schon vor Cooks angeblichem Besuch in Korea entsprechende Spekulationen – die allerdings einer Veröffentlichung noch in diesem Jahr gleichzeitig eine Absage erteilten.

Apple hat sich zu den Gerüchten wie üblich nicht geäußert. Ein Samsung-Mobile-Display-Sprecher erklärte gegenüber Korea Herald lediglich, dass er von einem solchen Treffen nichts wisse.

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