iPad-Konkurrenten: Apples Kontrolle über Hard- und Software als Vorteil

Florian Matthey
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Die Marktforscher von iSuppli haben mal wieder IT-Hardware auseinander genommen und die Komponenten analysiert. Dieses mal konzentrierten sie sich auf diverse iPad-Konkurrenten. Nach der Analyse acht verschiedener Tablets lautet das Fazit: Apples Konkurrenz verbaut zwar höherwertige Hardware, das iPad bleibt für die meisten Benutzer dennoch das attraktivere Produkt.

Das liege vor allem daran, dass die meisten Benutzer gar nicht bemerken könnten, dass die Tablets der Konkurrenz theoretisch leistungsfähiger sind als das iPad 2. Dadurch, dass Apple sowohl die Software als auch die Hardware kontrolliere, könnten das Betriebssystem und Apps einzelne Komponenten effizienter nutzen als die Geräte der Konkurrenz. Die Integration eines eigenen Chips auf ARM-Basis, dem Apple A5, tut diesbezüglich ihr Übriges.

Der iSuppli-Analyst Wayne Lam erklärt gegenüber CNet, dass es sich beispielsweise beim Gebrauch kaum bemerkbar mache, dass das iPad 2 mit weniger Arbeitsspeicher als die Konkurrenzprodukte auskomme. Auch könne Apple durch den effizienten Hardware-Einsatz mit dem iPad beispielsweise eine längere Batterielaufzeit als die Konkurrenz bieten.

Aufgrund dessen, dass sich das iPad noch deutlich besser als die Android- und vor allem besser als sonstige Konkurrenten verkaufe, könne Apple außerdem mit Zulieferern Preise aushandeln, die deutlich unterhalb dessen liegen, was die Konkurrenz bezahlen muss. Apple verbaut daher günstigere Komponenten, die das Unternehmen zusätzlich zu einem niedrigeren Preis kaufen kann. So erklärt sich, dass das iPad vor allem für Apple-Verhältnisse vergleichsweise günstig zu haben ist – Apple aber dennoch eine sehr hohe Gewinnmarge erreicht.

Laut Lam hätten sich die Konkurrenten mit Googles Android OS im letzten Jahr vor allem darauf konzentriert, die richtigen Komponenten für ihre Tablets zu finden. Sie hätten sich in Sachen Software komplett auf Google verlassen, so dass beide Teile des Produkts – Software und Hardware – noch nicht wirklich zueinander passten.

Mittel- bis langfristig könne sich die Lage noch zugunsten der Android- und vielleicht auch Windows-8-Tablets wenden. Für das dieses Jahr bevorstehende Weihnachtsgeschäft glaubt Lam aber an eine erneute Dominanz des iPads.

Weitere Themen: Software, iPad

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