iPad-Studie: Lieber Werbung als Kosten

Sebastian Trepesch
2

Auch iPad-Nutzer nehmen lieber Werbung in Kauf, als für Inhalte bezahlen zu müssen, ergab eine Studie von Knowledge Networks. Die Gewohnheiten aus dem Internet werden auf die Plattform des Tablet Computer übertragen.

Nur jeder siebte Nutzer wünscht werbefreie, aber kostenpflichtige Inhalte.

Auch Kosten für eine spezielle Anpassung eines Magazins oder einer Fernsehsendung auf das iPad-Format finden bei den Abonnenten, die bereits für das Standardformat Print oder TV zahlen, wenig Akzeptanz: Nur 13 Prozent würden der amerikanischen Studie von Knowledge Networks für die iPad-Inhalte zusätzlich löhnen.

Eine gewisse Brisanz für Verlage, aber auch für den Tablet-Hersteller Apple selbst liegt hinter dieser Erkenntnis. Denn der Konzern aus Cupertino will den Herausgebern verbieten, Abo-Kunden einen kostenlos Zugang zu den iPad-Ausgaben zu gewähren. Was für bisherige Leser von Vorteil war, brachte Apple keinen Gewinn ein.

Wollen die Leser also nicht zweimal zahlen, müssten sie sich entscheiden: Entweder Printmagazin, oder iPad-Inhalte. Bei dieser Entscheidung können Verlage und Leser fast nur verlieren. Apple kann nur gewinnen, geht man davon aus, dass die Nutzer nicht deswegen auf ein Android-Gerät wechseln.

Die Studie ergab des Weiteren, dass drei Viertel der iPad-Nutzer ihren Tablet Computer fünf Tage in der Woche nutzen, die Hälfte sogar jeden Tag. 70 Prozent haben bereits ein E-Book auf dem Gerät gelesen, 61 Prozent ein Magazin, 51 Prozent TV gesehen.

Weitere Themen: iPad

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz