In den USA bietet Apple bereits ein Abo-Programm für das iPhone an. Doch wie wäre es, wenn das Unternehmen aus Kalifornien noch einen Schritt weiter gehen würde und seine Hard- und Software als Teil eines jährlichen Abos anbieten würde?

iPhone, Apple Music und iCloud: Wie wäre es mit einem Apple-Abo für alles?
Bildquelle: GIGA/Holger Eilhard

Apples Zukunft: iPhone, iPad und MacBook Pro als Abo-Paket?

Neben der Hardware wie iPhone, iPad, Apple Watch oder MacBook Pro, bietet Apple auch immer wichtiger werdende Software-Dienste an. Zu diesen gehören derzeit unter anderem iCloud oder Apple Music. Im Gegensatz zur Hardware variieren Apples Einnahmen durch diese Services deutlich weniger.

Während die Verkäufe in einem Quartal kurz nach der Vorstellung eines neuen iPhones deutlich steigen, kann der in Cupertino beheimatete Konzern mit den Diensten gleichmäßig übers Jahr verteilte Gewinne einfahren. Mit einer erwarteten Sättigung von iPhone- oder iPad-Verkäufen ist es möglich, dass die Einnahmen auf Dauer hier nicht weiter steigen können.

Daher ist es Tim Cooks Ziel, den Service-Bereich deutlich auszubauen. Dazu gehören nach Apple Music auch neue Video-Angebote, um die Kunden zu locken und zu einer monatlichen Zahlung für den Zugriff zu überreden.

Vorbild iPhone-Upgrade-Programm: Eine Flatrate für Apples Produkte

In einem aktuellen Artikel des Wall Street Journal spekuliert Autor Christopher Mims, dass Apple das bekannte Upgrade Program fürs iPhone ausweiten könnte. Umfang dieses „Apple Prime“ könnte neben dem Smartphone dann die Apple Watch oder AirPods sein. Aber auch die Software-Angebote wären Bestandteil des Abos.

Erscheint eine neue Version der abonnierten Hardware, erhält der Kunde auf Wunsch und ohne zusätzliche monatliche Kosten sein Upgrade. Ähnlich ist es bereits beim iPhone-Upgrade-Programm in den USA: Der Abonnent zahlt im Monat einen festen Betrag, der je nach iPhone-Modell variiert, und hat nach einem Jahr die Möglichkeit, auf das aktuelle Modell kostenlos upzugraden. Entscheidet sich der Kunde dafür, verlängert sich der Vertrag erneut, andernfalls gehört das aktuelle Gerät nach zwei Jahren dem Nutzer.

Die Preise beginnen derzeit bei 34,50 US-Dollar für das iPhone 8 mit 64 GB und reichen bis hin zu 56,16 US-Dollar fürs iPhone X mit 256 GB. Diese monatlichen Kosten beinhalten neben dem Gerät auch AppleCare+. Wie viele Nutzer dieses Programm nutzen, ist nicht bekannt. Die kostenpflichtigen Services abonnieren derzeit aber rund 240 Millionen Nutzer.

Für Apple würde ein derartiges Abo bei genügend Nutzern bedeuten, dass man eine deutlich genauere Idee davon hat, wie hoch die Einnahmen in einem Quartal oder Jahr sein werden. Die saisonalen Unterschiede würden drastisch reduziert.

Für die Kunden gibt es ebenfalls einige Vorteile. Zum einen verteilen sich die ansonsten großen, einmaligen Kosten aufs ganze Jahr. Sicherlich gibt es aber auch hier Kunden, die sich keine monatlichen Kosten „ans Bein binden“ wollen und lieber alles auf einmal zahlen wollen.

Würdet ihr für ein Apple-Upgrade-Programm, das Hard- und Software vereint, monatlich bezahlen – oder sind euch derartige Abos zu viel des Guten?

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