iPhone-Diebstahl: Apple könnte mehr tun

Smartphone-Hersteller wie Apple könnten sich stärker um Diebstahlsicherungen kümmern. Das meint zumindest die New York Times und berichtet von Versuchen, das Unternehmen zu mehr Mühen um Sicherheitsmechanismen zu bewegen. Erfolglos.

iPhone-Diebstahl: Apple könnte mehr tun

Im letzten Jahr war in fast der Hälfte aller Raubfälle ein Mobiltelefon involviert. Nicht immer ist es ein iPhone, aber die weite Verbreitung und der recht hohe Wert der Smartphones macht sie zu beliebten Zielen der Täter.

Um dem Problem Herr zu werden, richteten Mobilfunkanbieter in Zusammenarbeit mit den Behörden eine Datenbank für gestohlene Telefone ein. Ist ein Gerät dort mit seiner UDID verzeichnet, kann es im Wirkungsbereich der Datenbank nicht mehr aktiviert werden. Leider werden aber viele gestohlene Smartphones so weit außer Landes geschafft, dass dieses Mittel keine Wirkung mehr zeigt oder die Täter ändern schlichtweg die UDID.

Es gibt noch andere Maßnahmen. So hat Verizon eine eigene Datenbank ähnlicher Art und via iCloud ermöglicht Apple es seinen Anwendern, ihre Telefone von Ferne zu orten und anschließend zu deaktivieren oder zu löschen. Doch funktioniert „iPhone Suchen“ nur, wenn dieses eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist.

Dem Staatsanwalt von San Francisco, George Cascón, reicht das aber nicht. „Ich rede von einem Kill-Switch, so dass als gestohlen gemeldete Smartphones von überall aus gesperrt werden können, egal über welchen Anbieter und in welcher Konfiguration“. Also auch dann, wenn kein Zugriff aufs Internet besteht.

Derartige Software könnten die Hersteller in ihre Geräte integrieren, meinen Sicherheitsexperten. Damit wären sie zwar nicht unmöglich zu knacken, der damit verbundene Aufwand würde aber einige Diebe abhalten und das Problem somit zumindest eindämmen.

Politiker schlagen derweil vor, das Manipulieren der eindeutigen Identifizierungsnummer UDID und ähnlicher Kenndaten illegal zu machen. Ob das jedoch abschreckt, ist fraglich. Außerdem sprechen sich Datenschützer gegen eine solche Legislativmaßnahme aus, da der Anwender ihrer Meinung nach das Recht haben sollte, sich anonym mit seinem Smartphone zu bewegen. Ohne Ortungsmöglichkeit, ohne Registrierung.

Ein „heißes“ iPhone bekommt man auf dem Schwarzmarkt derzeit für etwa 400 bis 500 US-Dollar. Ein lohnenswertes Geschäft also. Die Polizei in Kalifornien fand im November ein Lager mit Smartphones im Wert von einer halben Million Dollar — alle gestohlen. Die Behörden vermuten noch größere Lager. Die Operationen seien so professionell, dass es um ein Vielfaches so große Ansammlungen von Hehlerware geben müsse.

Derweil konnte Apple zuletzt nicht versprechen, dass man in Cupertino an weiteren, wirksameren Sicherungsmechanismen arbeite. Zweifelsohne ist die wirksamste Abhilfe im Falle eines Diebstahls in den Augen der Hersteller der Kauf eines neuen Smartphones.

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