iPod: Was aus Apples Musik-Playern werden könnte

Florian Matthey
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Dieses Jahr wird Apple auf seinem Herbst-Event wohl nicht nur neue iPods, sondern auch ein neues iPhone vorstellen. Anders als im Vorjahr drehen sich alle Gerüchte im Sommer daher noch um das iPhone 5. Doch was könnte Apple an den iPods noch verbessern? Wirkliche Informationen gibt es noch nicht, dafür aber Träumereien.

Der iPod: Einst Apples Nummer eins

Der iPod war einst Apples Verkaufsschlager Nummer eins und der erste Schritt des Unternehmens von einem Computerhersteller hin zu einem Hersteller vielerlei verschiedener IT-Geräte. Heute heißt Apple daher auch nicht mehr “Apple Computer, Inc.”, sondern nur noch “Apple, Inc.”. Im Smartphone- und Tablet-Zeitalter verkauft Apple zwar immer noch millionenfach iPods, allerdings lässt die Euphorie um die digitalen Musik-Player stetig nach. Es stellt sich daher die Frage, ob und wie Apple dem Produktsegment noch einen neuen Schub geben kann.

Die Macher der Website 9 to 5 Mac sind sich recht sicher, dass der neue iPod touch mit dem wahrscheinlich parallel vorgestellten iPhone 5 gleichziehen, also einen A5-Prozessor und vielleicht eine bessere Kamera bekommen dürfte. Beides käme nicht überraschend, die Vorhersage selbst lässt sich auch ohne Insiderinformationen treffen. Wenig ergiebig sind daher auch die Spekulationen um eine mögliche Einstellung des iPod classic – den Apple wie in den Jahren zuvor aber auch einfach unverändert weiterverkaufen könnte.

iPod nano als Begleiter für iOS-Geräte?

Interessanter sind hingegen Spekulationen darüber, was Apple mit dem iPod nano* vorhaben könnte. Im letzten Jahr hatte sich das Gerät im Vergleich zu seinem Vorgängermodell am stärksten verändert: Apple ließ den iPod nano zu einem quadratischen Musik-Player ohne Clickwheel, aber mit Touchscreen schrumpfen. Dafür muss das Gerät seitdem wieder ohne integrierte Kamera auskommen.

Mit dem Vorgängermodell hat der iPod nano daher kaum noch etwas zu tun, weshalb er sich ohne Weiteres als ein komplett neues Modell einordnen lässt. Dieses Jahr könnte dann die zweite Generation dieses neuen iPod nano erscheinen – die, so die Spekulationen der Website, eine Drahtlos-Anbindung an Apples iOS-Geräte mit sich bringen könnte.

Zwar scheint 9 to 5 Mac keine konkreten Informationen zum neuen iPod nano zu haben, die Idee der Anbindung an iPhone, iPod touch und iPad ist allerdings interessant: Schon jetzt verfügt der iPod nano über ein Betriebssystem, das zumindest optisch dem iOS ähnelt. Mit Hilfe der Integration eines Bluetooth-Chips eröffneten sich viele Möglichkeiten: Ein iPod nano, befestigt an der Kleidung oder als Armbanduhr-Ersatz am Handgelenk, könnte Musik oder Videos drahtlos vom iOS-Gerät streamen und sich mittels dessen Internet-Verbindung sogar vom iCloud-Speicher des Benutzers besorgen. Auch könnte der iPod nano einfach eine Fernsteuerung für das iPhone werden.

Darüber hinaus ließen sich so SMS oder eingehende Anrufe anzeigen, ohne dass der Benutzer sein iPhone aus der Hosentasche holen muss. Auch Texte aus Twitter-Nachrichten oder gar E-Mails ließen sich ans Gerät am Handgelenk übertragen. Ähnliche Features bietet bereits das LiveView-Gerät von Sony, das drahtlos mit Sony-Ericsson-Smartphones kommuniziert.

Mit dieser Strategie hätte der iPod nano im Smartphone- und Tablet-Zeitalter weiterhin eine Daseinsberechtigung: Er wäre auch für solche Benutzer wieder interessant, die Musik nur noch über ihr iPhone hören. Ob Apple aber auf die gleiche Idee wie die Macher der Mac-Website gekommen sind, wird sich erst im Herbst zeigen.

Weitere Themen: iTunes für Mac, iPod

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