iPhone X, iPhone X, iPhone X – wer an Apple 2017 denkt, der denkt an das iPhone X. Doch kann, beziehungsweise muss man das Apple-Jahr auf das eine Produkt reduzieren?

Fokus auf vieles: Ist Apple das Jahr 2017 gelungen?

Nein: Man darf nicht einmal!

„Es war ein normales Jahr, mit angemessenen Weiterentwicklungen. Das ganz große Ding kam nicht“ – so endet unser Jahresrückblick 2016. Dagegen werden 2017 wieder – so spekulierten wir Anfang Januar – wieder einige Weichen gestellt. Traf das so ein? Welches Fazit ziehen wir für dieses Jahr?

1. Der Fokus auf das iPhone

Mit dem iPhone X zeigte Apple, das es „Smartphones“ noch kann. Grundlegend neues Konzept, viele neue Technologien, und keine groben Schnitzer erlaubt – so wünscht man sich das von Apple, und so hat Apple das iPhone X geliefert (siehe Test). Wir ziehen den Hut. Technik und Design sind die Vorlage für die Modelle der nächsten Jahre.

iPhone X im Test
11.894 Aufrufe

In den letzten Wochen war das iPhone X überpräsent. Da darf man nicht vergessen, dass auch im iPhone 8 viele der neuen Technologien integriert sind. Und dass es in diesem Jahr von Apple noch mehr als nur Smartphones gab:

2. Der Fokus auf das iPad

Vor September stand das iPad im Vordergrund: Mit iOS 11 kümmerte sich Apple in erster Linie um die Funktionen für die größten iOS-Bildschirme. Zudem erschien im Juni 2017 das iPad Pro 10.5“. Auf unsere strengen Wertungen könnt ihr euch verlassen, wir vergaben in diesem Jahr nur einmal die maximal erhältlichen 5 Sterne im Test: nämlich dem iPad Pro.

iPad Pro 10,5 von 2017 im Test
27.216 Aufrufe

Warum hat eigentlich das iPhone X kein 120-Hz-Display bekommen, und keine Apple-Pencil-Unterstützung?

3. Der Fokus auf die Macs

2017 hat Apple eine Weiche auf den Macs gestellt, mit der man nicht auf die Titelseite des Stern kommt: die Umstellung des Dateisystems auf APFS. Medienwirksamer ist die Veröffentlichung neuer Macs. Das iMac-Update machte Versäumnisse wett (Thunderbolt 3!) und beeindruckte durch weitere Displayverbesserungen: Pixelparty!

27 Zoll iMac (2017) mit 5K-Display im Test
15.269 Aufrufe

Profi-Nutzer konnten aufatmen: Apple bekannte sich klar zu den Mac-Pro-Modellen. Einerseits mit einem Fehlereingeständnis, mit einem Update, aber vor allem schon mal mit einem ersten materiellen Zeichen: 18 Kerne, 4500 Euro, iMac Pro. In welche Richtung es weitergeht, ob die Profi-Rechner von Apple bei den Profis ankommen, das wird erst 2018 zeigen.

Bleibt da nicht etwas auf der Strecke?

Außerdem bekamen wir 2017 eine Vorschau auf den HomePod, die Antwort auf Amazon Echo und Google Home. Den smarten Lautsprecher wollte Apple eigentlich ebenfalls in diesem Jahr herausbringen – zumindest in den USA. Den Start hat der Hersteller zwar verschoben, doch zeigt die Ankündigung, dass Apple auch auf dieser Baustelle arbeitet. Weitere Neuheiten hier in der Galerie:

Bilderstrecke starten
18 Bilder
Apple 2017 – die Tops und Flops

Wichtige Baustellen, Neukonzeptionen, dazu der Umzug vom Apple Campus in den Apple Park – blieb da etwas auf der Strecke? In Sachen Sicherheit und Zuverlässigkeit wird Apple (völlig zurecht) an hohen Maßstäben gemessen. Während das iPhone X für den Umfang der Neuerungen ein sehr gelungener Wurf wurde, überschatteten fatale Fehler die ersten Wochen von macOS High Sierra. Immerhin: Das Sicherheitsupdate mit dem Root-Passwort kam schon einen Tag später.

Apple: Gewinn von 2005 bis 2017. Grafik: Statista

Insgesamt dürfte Tim Cook mit seinem Team dennoch zufrieden sein, und auch mit den Zahlen: Der Börsenkurs stieg um rund 30 Prozent, der Nettogewinn war nur 2015 höher.

Auch wir sind zufrieden: Die Neuheiten waren zahlreicher und fortschrittlicher als in den letzten Jahren, die Produkte auf sehr hohem Niveau.

Ja, 2017 war ein gutes Apple-Jahr.

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* gesponsorter Link