Kabellose Stromversorgung: Apple will intelligente Verpackungen patentieren

Holger Eilhard
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Für diejenigen, die vor dem Kauf eines iPhone oder iPad das Gerät ausprobieren wollen, stellt sich bis heute das Problem, dass dies aufgrund der Verpackung in der Regel nicht möglich ist. Ein neues Patent von Apple beschreibt, wie die Geräte noch in ihrer Verpackung kabellos mit Strom und Daten versorgt werden könnten.

Kabellose Stromversorgung: Apple will intelligente Verpackungen patentieren

Durch das von AppleInsider entdeckte Patent könnten die Verpackungen im Laden so ausgelegt werden, dass man vor dem Kauf das Wunschgerät problemlos ausprobieren kann. Dies würde Aufkleber und sonstige Platzhalter auf den Geräten unnötig machen und es den Gadgets ermöglichen – wie es AppleInsider treffend beschreibt – “sich selbst zu verkaufen”.

Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass etwaige Software-Updates eingespielt werden können, während die Geräte noch in der Verpackung sind. Als Bespiel führt Apple in seiner Patentanmeldung die Lagerung der Produkte im Laden an. Der Kunde würde also beim Kauf immer ein aktuelles und noch dazu vollständig aufgeladenes Produkt erhalten.

Das Gerät selbst soll laut dem Patent nicht angepasst werden, sondern ledglich in einer “aktiven Verpackung” stecken, welche mit den notwendigen Kabeln zum Gerät versehen ist. Die Stromversorgung der Verpackungen kann wahlweise mit Hilfe von Kabeln aber auch kabellos geschehen. Eine für den Empfang notwendige Antenne soll Bestandteil der Verpackung sein.

Die von Apple beschriebene aktive Verpackung soll mindestens den Blick auf das Display erlauben, so dass der Kunde sich direkt am Gerät über selbiges informieren kann. Mit Hilfe der in einigen Produkten enthaltenen POM-Sensoren (Position, Orientation, Movement) soll es möglich sein, dass diese sich ihrer Umgebung anpassen können und gegebenfalls direkt angesprochen werden können.

Sollten beispielsweise mehrere gleichartige Produkte hintereinander in einem Regal stehen (“stack mode”), würden nur die Displays der Geräte in der ersten Reihe aktiv sein. Dies könne mit Hilfe der Helligkeits- und Entfernungssensoren realisiert werden. Hängen die Geräte hingegen an einem Gitter (“grid mode”), ist es auch denkbar, dass sich die auf den Displays angezeigten Informationen über mehrere Geräte erstrecken können.

Als weiteres Beispiel nennt Apple in der Patentanmeldung die Bewegungs-Erkennung. Nimmt ein Kunde die Verpackung aus dem Regal könnte sich das enthaltene Gerät automatisch aktivieren.

Apple hatte das Patent am 12. Dezember 2011 bei US Patentamt eingereicht. Veröffentlicht wurde es hingegen erst heute. Als Erfinder wird Apples Mitarbeiter Michael Rosenblatt genannt.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014, iTunes, iTunes für Mac, iOS, App Store, The Swift Programming Language – Handbuch , OS X Yosemite, iOS 7, Apple

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