Kartellamt wird nicht gegen Apple vorgehen

M. Göbel
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Das Bundeskartellamt sieht keinen Kartellrechtsverstoß von Apple auf dem Smartphone-Markt und wird deswegen auch nicht gegen das Unternehmen ermitteln. Dies erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, in einem Interview mit “w&v”. Das iPhone habe einen Marktanteil von 25 bis 30 Prozent, es gebe also im Bereich Smartphones noch “viele Wettbewerbsprodukte auf dem Markt”.


Gegenüber Verlagen, die auf ein Kartellverfahren gegen Apple oder Google gehofft hätten, erklärte Mundt, man müsse unterscheiden: “Was gefällt Ihnen irgendwie nicht, und was ist wirklich ein Kartellrechtsverstoß?” Zudem sei bei Google unklar, ob der Markt der Suchmaschinen oder der Markt der Online-Werbung betroffen sei. Im Januar 2010 hatte das Bundeskartellamt nach Beschwerden deutscher Verleger ein Verfahren gegen Google eingeleitet.

Gestern war bekannt geworden, dass nach der US-Handelsbehörde FTC nun offenbar auch die Europäische Kommission gegen Apple ermittelt – Grund ist die restriktive Konzernpolitik gegenüber dem Einsatz von Flash in der Anwendungsentwicklung und auf den Mobilgeräten.

Anders äußert sich Mundt übrigens im Fernsehbereich, da wird das Kartellamt sich die Arbeit der TV-Vermarkter genauer ansehen. Eine Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer hält Mundt dagegen nicht mehr für ausgeschlossen – entgegen dem eigenen Urteil von 2006. Alle Infos bei turi2.

(Bild: turi2)

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