Klage gegen Apple wegen Weitergabe von Benutzerinformationen

Florian Matthey
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Apple muss sich wieder einmal vor Gericht verteidigen: Ein iOS Benutzer glaubt, dass das Unternehmen die unzulässige Weitergabe privater Informationen erlaube. Als Problem sieht der Kläger den Unique Device Identifier (UDID) des iPhones und iPad, mit dessen Hilfe sich Daten über den jeweiligen Benutzer sammeln und an Werbeunternehmen weitergeben lassen.

Dadurch, dass sich der UDID vom Benutzer nicht deaktivieren lasse, erlaube Apple Dritten mit Hilfe ihrer Apps Daten über den Benutzer zu sammeln. So könnten App-Entwickler erfahren, welche anderen Apps der Benutzer herunterlädt und einsetzt. Darüber seien Rückschlüsse auf den Standort, das Alter, das Geschlecht, das Einkommen, die ethnische Herkunft, die sexuelle Orientierung sowie die politischen Ansichten des Benutzers möglich.

Als Beispiel benennt der Kläger Jonathan Lalo aus Los Angeles die Apps Pandora, Paper Toss, The Weather Channel und Dictionary.com, die er neben Apple ebenfalls verklagt. Die Klage ist beim US-Bundesgericht in San Jose in Kalifornien anhängig. Lalo sucht weitere Betroffene, die sich seiner Klage als Sammel- oder Gruppenklage anschließen könnten.

Bild: chaouki, “Justitia in Frankfurt“. Some rights reserved. Flickr

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