Kohlenstofffaser: Apple holt Experten für Verbundwerkstoffe

Florian Matthey
6

Apple scheint sich verstärkt für alternative Materialien für die eigene Hardware zu interessieren. Nachdem Apple sich im letzten Jahr die Rechte am amorphen Metall Liquidmetal sicherte, hat das Unternehmen nun den Maschinenbau- und Industrie-Ingenieur Kevin Kenney an Bord geholt. Kenney ist Experte für Verbundwerkstoffe, darunter vor allem das leichte und stabile Material Kohlenstofffaser.

Kohlenstofffaser kommt aufgrund seiner hohen Stabilität bei niedrigem Gewicht unter anderem in Rennwagen, Tennisschlägern und der Luftfahrt zum Einsatz. Gerüchte, dass Apple in zukünftigen Produkten auf diese Technologie setzen könnte, tauchten in den letzten Jahren mehrfach auf, erwiesen sich aber bislang als falsch: Zuletzt über das damals noch nicht vorgestellte iPad 2, schon im Jahr 2008 aber auch über das MacBook Air. Ein Apple-Kohlenstofffaer-Produkt lässt aber weiterhin auf sich warten.

Der Experte Kenney, der zuvor unter anderem Werkstoffe für Fahrräder entwickelte, dürfte sich bei Apple bereits auskennen. Bereits im Mai 2009 reichte Apple beim US-Patent- und Markenamt einen Patentantrag für ein Kohlenstofffaser-Gehäuse für IT-Hardware ein, dessen Erfinder laut Antrag Kenney war. Auf dieser früheren Zusammenarbeit darf Kenney in seiner neuen Rolle als Werkstoff-Chef-Ingenieur bei Apple nun aufbauen.

Ob und wann deshalb ein Kohlenstofffaser-MacBook, iPhone oder iPad erscheint, bleibt abzuwarten. Immerhin hält Apple mit Liquidmetal die Exklusivrechte an einem ebenfalls leichten und stabilen Material – bringt dieses aber bisher lediglich bei der Herstellung der SIM-Karten-Schacht-Nadel des iPhone und iPad 3G zum Einsatz. Gerüchte über Liquidmetal-MacBooks, die Anfang des Jahres auftauchten, haben sich bislang nicht bewahrheitet.

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz