Kommentar: Apple, werde endlich grüner!

Tizian Nemeth
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“Die Umwelt ist uns sehr wichtig.” Dieser Satz stammt von Apple-Chef Steve Jobs Gesagt hat er ihn auf der Keynote im September 2009. Geändert hat sich seit dem nicht viel, findet Greenpeace. Im aktuellen Ranking landet Apple mit 4,9 von möglichen 10 Punkten auf Platz neun im Greenpeace-Ranking und zeigt damit wenig Willen zur Veränderung.

Dabei ist der Platz zunächst zweitrangig. Viel wichtiger ist die Punktzahl und da verharrt Apple seit mehreren Jahren schon auf dem gleichen Niveau. Und auch wenn das Unternehmen sich gern mit grünen Federn schmücken möchte, indem es die umweltfreundliche Verarbeitung der Geräte anpreist und eine detailierte CO2-Bilanz veröffentlicht, viel Neues fällt den klugen Köpfen auf dem Cupertino Campus nicht ein.

Es wird Zeit, dass Apple auch in Sachen Umwelt innovativere Wege beschreitet. Nach wie vor ruht sich das Unternehmen auf den bereits Erreichtem aus. Dabei geht es vor allem um die Verbannung von giftigen Materialien aus den Produkten, ein Punkt, den Apple nicht müde wird zu betonen.

Gut, es ist ein beachtenswerter Beitrag zum Umweltschutz, auf bromithaltige Brandschutzmittel zu verzichten und Polycarbonate statt Polyvinylchloride zu verwenden. All das sind Punkte, die Apple gern publiziert. Bei anderen Themen sind die Verantwortlichen aber weniger mitteilungswillig.

Bis heute hat das Unternehmen in der Öffentlichkeit keine konkrete Stellung zum generellen Einsatz von giftigen Stoffen bezogen. Über eingesetzte Chemikalien erfährt außerhalb des Unternehmens niemand etwas – ein Punkt, den auch Greenpeace im Bericht anprangert. Und wie sieht es mit künftigen Produkten und den dafür verwendeten Materialien aus? Auch in dieser Hinsicht äußert sich Apple nicht.

Ja, Mac-Anwender freuen sich über die innovativen Produkte. Aber sollten Apples Gadgets nicht mehr sein, als nur ein Stück Technik. Den Anspruch haben Mac-Fans. Warum sonst sollte Steve Jobs aktuelle Apple Produkte regelmäßig als umweltfreundliche Technik anpreisen? Weil Apple erkannt hat, dass der Anwender vom Unternehmen eine ökologische Verantwortung fordert.

Angesichts von 51 Miliarden US-Dollar in der Portokasse, sollte es Apple nicht schwer fallen, einen Teil des Geldes in Projekte zu stecken, die Apples Macs und Co. zu grüneren Produkten machen.

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