Kunden glauben trotz "Antennagate" an Apple

Florian Matthey
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Apple Kunden haben trotz der unter dem Schlagwort “Antennagate” geführten iPhone-4-Empfangsprobleme ein unverändertes Vertrauen in das Unternehmen. So lautet ein Fazit der San Francisco Chronicle, die mehrere Analysten zu dem Thema zitiert. Zumindest die Wall Street scheint mit Apples Aktion der kostenlosen iPhone Schutzhüllen zufrieden zu sein.

Vor allem die erneut über die Erwartungen hinausgehenden Quartalsergebnisse haben die vorherige Aufregung an der Börse beruhigt. Aber auch die Kunden sind weiterhin von Apple überzeugt, glaubt Shaw Wu von Kaufman Bros. LP: Für viele IT-Kunden sei Apple “das, was sie glücklich macht. Deren Produkte vereinfacht ihr Leben und gibt ihnen Unterhaltung – in einer Zeit, in der sie sich über viele andere Dinge in ihrem Leben nicht so wohl fühlen.”

Der Kollege David Einhorn von Greenlight Capital Inc. wird nicht ganz so sentimental: Apple werde zwar nicht immer weiter so schnell wachsen wie in den letzten Jahren, das Unternehmen habe aber noch nicht alle seine Marktmöglichkeiten ausgeschöpft. Der Zeitungsbericht glaubt einen Schlüssel für Produktqualität von Apple zu kennen: Zwar lasse das Unternehmen die Produkte von anderen Herstellern produzieren. Dem CEO eines ungenannten Zulieferers zufolge wolle Apple aber immer genau wissen, wo alle Materialien und Einzelteile herkommen.

Auch investiere Apple viel Geld in Kundenservice, unter anderem in Form der “Geniuses”, also der Berater in den eigenen Apple Stores. Aufgrund der hohen Geldreserven könnte sich das Unternehmen eine solche Strategie im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern leisten, die ihre Serviceleistungen auslagern. Das Konzept scheint trotz der negativen Meldungen in den letzten Wochen zu wirken: Am 10. Juli stellten sich hunderte Leute bei der Eröffnung des Apple Stores in Shanghai vor der Tür der Filiale an, um sie als erste zu betreten.

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