Liquidmetal-Erfinder: Erstes großes Produkt erst in einigen Jahren

Florian Matthey
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Seit Sommer 2010 ist Apple Inhaber der Exklusivrechte am “Supermetall” Liquidmetal, ein größeres Apple-Produkt aus diesem Material lässt aber weiter auf sich warten. Einer der Liquidmetal-Erfinder glaubt, dass das erste Apple-Gerät aus dem amorphen Metall erst in einigen Jahren erscheinen wird.

Liquidmetal-Erfinder: Erstes großes Produkt erst in einigen Jahren

Seit sich Apple die Exklusivrechte gesichert hat, gibt es viele Spekulationen, welches Produkt denn nun als erstes aus dem Material bestehen wird. Letztes Jahr gab es entsprechende Gerüchte über das MacBook Pro, zuletzt spekulierte die Gerüchteküche über einen Einsatz des Materials im neuen iPhone. Bisher gibt es aber nur ein ganz kleines, unscheinbares Liquidmetal-Produkt aus Cupertino: Die amerikanische Ausführung der Nadel für den SIM-Kartenschacht des iPhone.

Atakan Peker, einer der Erfinder des Materials, äußerte sich im Interview mit BusinessInsider unter anderem darüber, was Apple mit dem Material vorhaben könnte – und vor allem, wann. Laut Peker müsse die Technologie erst noch reifen, auch benötige Apple für die Anwendung noch eine entsprechende Infrastruktur. In den nächsten drei bis fünf Jahren werde der Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller seiner Auffassung nach in diesem Bereich 300 bis 500 Millionen US-Dollar investieren.

Ein großflächiges Einzelteil wie die Außenhülle eines MacBook Pro werde Apple in naher Zukunft eher nicht aus dem Material herstellen. Zunächst könnten es eher kleinere Einzelteile wie beispielsweise das Display-Scharnier sein – für wirklich große Teile werde Apple noch zwei bis vier Jahre brauchen.

Liquidmetal ist ein amorphes Material, das sich dadurch auszeichnet, dass die einzelnen Atome keine geordneten Strukturen wie beispielsweise eine kristallinische Anordnung aufweisen. Dadurch sind dünnere und gleichzeitig stärkere und härtere Bestandteile möglich. Laut Peker lassen so die Vorteile anderer Materialien miteinander verbinden: Liquidmetal lasse sich wie Plastik einfach und kostengünstig in verschiedene Formen bringen, dabei sei es aber so stark wie Metall. In Sachen Optik und Haptik sei es wiederum mit der Eleganz von Glas zu vergleichen.

Zunächst könne Apple so mittelfristig Geräte im herkömmlichen Design herstellen und so verbessern. Langfristig ermögliche Liquidmetal aber auch ganz neue, innovative Geräte, die ein neuartiges Design mit einer neuartigen Bedienung verbinden könnten. Apple werde dann durch die Exklusivrechte einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz haben – da es dieser schwer fallen werde, ein ähnlich gutes Material zu finden.

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