MakeITfair fordert heute zu besseren Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer auf

Katia Giese
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Die kritischen Stimmen, die Apple und die Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer im Visier haben, wurden in den vergangenen Wochen immer lauter. So laut, dass sie weder Apple überhört haben dürfte noch seine euphorischen Konsumenten. Wieviele Taten tatsächlich der öffentlichen Empörung folgen, soll sich an diesem Samstag zeigen: Der internationale MakeITfair-Aktionstag ruft in zahlreichen Städten zu Protestveranstaltungen für faire Arbeitsbedingungen auf.

In Deutschland finden die Aktionen unter anderem in Berlin, Bielefeld, Dresden, Hamburg und Oldenburg statt und werden von Germanwatch koordiniert. Unter anderem soll mit dem Verteilen eines fairen Stücks vom Apfelkuchen auf die Verantwortung von Konsumenten aufmerksam gemacht werden. Denn nicht zuletzt haben es die Käufer von iPhone, iPad und iPod in der Hand, unfaire Geschäftspraktiken mit dem Boykott von Produkten zu sanktionieren.

In den vergangenen Wochen hatte Apple wegen der schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn, einem seiner größten Produzenten in China, für negative Schlagzeilen gesorgt. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Zwischenfälle wie Suizide von Arbeitnehmern bekannt, die auf die überlangen Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung und druckintensive Atmosphäre aufmerksam machten. Noch immer steht eine Reaktion Apples aus, die entscheidend auf die Situation Einfluss nimmt.

Wie ein Vor-Ort-Bericht der taz verrät, stecken sämtliche Maßnahmen der Verbesserung in einem Stadium der guten Absichten fest. So sollen die überlangen Arbeitszeiten dadurch reduziert werden, dass mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Tatsächlich leisten die Arbeitnehmer noch immer etwa 80 Überstunden im Monat. Mit dem internationalen Aktionstag MakeITfair erhoffen sich Aktivisten, den Druck auf Apple zu erhöhen und den Konsumenten mehr Verantwortung als Verbraucher ans Herz zu legen.

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