Markenwert: Apple vor Google auf Platz 1

Flavio Trillo
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Aus einer umfassenden Studie der 100 wertvollsten Marken aller denkbarer Bereiche geht Apple mit 153 Milliarden US-Dollar als bestplatziertes Unternehmen 2010 hervor. Der Mac-Macher konnte Google auf Rang zwei verdrängen – vier Jahre lang war der IT-Riese Spitzenreiter. Als Berechnungsgrundlage für den Markenwert dienen den Analysten von Millward Brown verschiedene, zum Teil nur schwer zu quantifizierende Werte, darunter die Bindungswirkung der Marke an die Kunden sowie ihr Wachstumspotential.

Mit 84 Prozent Zunahme seit dem Jahr 2009 ist Apple zwar nicht dasjenige Unternehmen mit dem stärksten Wachstum, konnte aber Größen wie IBM, McDonalds und Visa hinter sich lassen. Bernd Büchner, der Geschäftsführer von Millward Brown Deutschland sagte gegenüber der Financial Times Deutschland: “Apples Erfolg rührt aber nicht allein von der Produktinnovation her, sondern von der Tatsache, dass Steve Jobs und seine Mitarbeiter die Faszination der Marke fassbar machen”.

Insgesamt wurde der BrandZ-Studie zufolge eine Wertsteigerung über alle Unternehmen von 17 Prozent verzeichnet, was eine Trendwende von “Erholung hin zu Wachstum” bedeute. Markenstarke Unternehmen könnten die weltweite Finanzkrise besonders gut überstehen, so Büchner. Am stärksten wuchs seit dem Jahr 2009 Facebook (246 Prozent) und konnte so mit 19,1 Milliarden US-Dollar Markenwert auf Platz 35 erstmalig in die Top 100 einsteigen. Die chinesische Suchmaschine Baidu schaffte ein ebenfalls beachtliches Plus von 141 Prozent – der Wert der Marke wird aktuell auf 22,6 Milliarden geschätzt.

Ohnehin sei ein starker Schub aus der Gruppe der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu vermelden. Die stetig wachsende Mittelklasse in solchen Schwellenländern ist zunehmend in der Lage, sich Markengüter zu leisten und stärkt auch die heimischen Unternehmen. Das führt unter anderem zu Platz 9 für den Mobilfunkanbieter China Mobile und weiteren elf chinesischen Marken im Ranking, wo zuvor höchstens sieben Unternehmen aus dem Land der Mitte vertreten waren.

Apple erreichte mit seinem Markenwert eine höhere Summe als das Bruttoinlandsprodukt von Peru. “Wenn eine einzige Marke so viel Wert wie ein schnell wachsendes lateinamerikanisches Land generiert, ist es Zeit, aufzustehen und das zur Kenntnis zu nehmen”, so Eileen Campbell, CEO von Millward Brown.

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