Motorola gewinnt deutschen Patentstreit gegen Apple

Andre Reinhardt
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Man kann die ganzen Verfahren von Apple, Samsung, Motorola und Konsorten langsam nicht mehr mitzählen. Die eine Firma hat jenes Patent verletzt, die andere Firma ein weiteres Patent. Meistens leidet der Verbraucher darunter, etwa wenn Produkte in bestimmten Ländern nicht mehr verkauft werden dürfen.

Motorola gewinnt deutschen Patentstreit gegen Apple

Das wird dem Apfel aus Cupertino überhaupt nicht schmecken. Motorola hat einen deutschen Patentstreit gegen Apple gewonnen, der schwerwiegende Folgen haben könnte. Apples iPhone, iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4, iPad 3G und iPad 2 3G nutzen alle eine Technologie, die Patente von Motorola verletzen soll. Motorola kann nun eine einstweilige Verfügung für einen Verkaufstop der betreffenden Geräte in Deutschland anfordern, außer Apple lässt 85,3 Millionen Pfund (99,8 Millionen Euro) springen.

Das iPhone 4s wurde nach den Verhandlungen veröffentlicht, wenn es aber dieselbe Technologie nutzen sollte, kann auch dieses verboten werden. Aber was genau ist das denn für eine Technik bei der Apple abgekupfert hat? Es handelt sich um das europäische Patent 1010336, dass ein grundlegendes Verfahren innerhalb des GPRS-Modems beinhaltet. Apple könnte auch einfach die iPhones und iPads modifizieren, dass sie nicht mehr gegen das Patent verstoßen. Nach der riesigen Klagewelle seitens des Apfels braucht man sich aber kaum über Gegenmaßnahmen von der Konkurrenz wundern. Doch Apple wird wohl bald wieder mit der Gerichts-Keule ankommen, denn das Meizu MX sieht dem iPhone einfach zu ähnlich.

 

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