Nach PayPal und AirBnB: Auch Apple Pay schmeißt Rechtsradikale raus

Florian Matthey
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Angesichts der Vorkommnisse in Charlottesville reagiert auch Apple mit einer klaren politischen Positionierung: Bei Apple Pay werden rassistische Seiten ausgesperrt. Außerdem verkündet das Unternehmen Millionenspenden an NGOs.

Nach PayPal und AirBnB: Auch Apple Pay schmeißt Rechtsradikale raus

BuzzFeed berichtet, dass sich nach PayPal auch Apple mit seinem Bezahldienst Apple Pay klar von rassistischen Seiten distanziert. Mit Apple Pay ist es nicht mehr möglich, bei Online-Versandhändlern, die Artikel mit Nazi-Symbolik oder rassistischen Inhalten führen, zu bestellen. Gegenüber BuzzFeed verweist Apple darauf, dass entsprechende Seiten ohnehin nicht den Apple-Pay-Regeln entsprechen: Bezahlungen auf Seiten, die „Hass, Intoleranz und Gewalt, basierend auf Rasse, Alter, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Ethnie, Religion oder sexueller Orientierung“ fördern, seien unerwünscht.

Apples CEO Tim Cook hatte sich bereits vor einigen Tagen bei Twitter schockiert über die Vorkommnisse in der Stadt Charlottesville gezeigt. Dort war ein Mann aus rassistischen Motiven mit seinem Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren, tötete dabei eine Frau und verletzte 19 weitere Personen. Jetzt hat sich Cook außerdem in einer E-Mail an seine Mitarbeiter zu dem Thema geäußert, die Mac Rumors vorliegt. In der Mail kündigt der Apple-Chef auch eine Millionenspende an Menschenrechtsorganisationen an.

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Cook schreibt in der Mail, dass das, was in Charlottesville passiert sei, keinen Platz in den USA haben dürfe. Hass sei „ein Krebsgeschwür“, das alles in seinem Weg zerstören könnte, wenn man es nicht bekämpft. Die Narben würden für Generationen bleiben. Egal, welche politischen Ansichten die Apple-Angestellten hätten – eine Überzeugung müsste sie alle verbinden: Dass alle Menschen gleich seien.

Aufgrund dieser Überzeugung werde Apple seine Unterstützung für wohltätige Organisationen verstärken. Sowohl das Southern Poverty Law Center als auch die Anti-Defamation League würden jeweils eine Million US-Dollar von Apple erhalten. Außerdem werde Apple für jeden Dollar, den Mitarbeiter an diese und andere ähnliche NGOs spenden, zwei weitere Dollar überweisen. Seine Nachricht schließt Cook mit einem Zitat von Martin Luther King: „Unsere Leben werden dann zu Ende gehen, wenn wir über die Dinge, die wichtig sind, schweigen.“

Neben Apple und PayPal hat sich beispielsweise auch AirBnB klar von Rechtsradikalen distanziert: AirBnB-Nutzer, die an der Rechtsdemo in Charlottesville teilgenommen haben und dafür AirBnB-Wohnungen als Unterkunft nutzten, sind jetzt von der Plattform ausgesperrt. Auch der AirBnB-Chef Brian Chesky verweist dabei auf die Werte des Unternehmens, die Grundlage für die Verträge mit seinen Benutzern seien.

Quelle: BuzzFeed via Mac Rumors, Fortune

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