Neue Apple-Produkte: Geheimnisse ausplaudern kann 46.000 Dollar kosten

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Wer plaudert, bekommt eines auf den Deckel: Apple bemüht sich redlich, neue Produkte vor Marktstart geheim zu halten. Der Mitarbeiter eines Apple-Zulieferers machte sein Insiderwissen zu Geld, und muss jetzt dafür Strafe zahlen.

Neue Apple-Produkte: Geheimnisse ausplaudern kann 46.000 Dollar kosten

Manche Gerüchte klingen an den Haaren herbeigezogen, und sind es auch. An anderen ist dagegen wirklich etwas dran. Die Hintergrundinformationen stammen aus verschiedenen Quellen: Patenten, Lizenzvereinbarungen, in einer Bar liegengelassenen Prototypen und Anderem. Auch Zulieferer spielen eine große Rolle, frei nach dem Motto: Irgendeinen Mitarbeiter gib es immer, der etwas ausplaudert.

Einer davon ist Flextronics-Mitarbeiter Walter Shimoon. Er gab sein Insiderwissen trotz Verschwiegenheitserklärung an Börsenanalysten weiter. Acht Monate vor Veröffentlichung des iPhone 4 wusste er zum Beispiel, dass das neue Modell zwei Kameras mit 5 Megapixel-, bzw. VGA-Auflösung haben wird – sehr detaillierte Informationen also, lange im Voraus.

Nicht ganz uneigennützig gab er die Details weiter: Er bekam von Hedgefonds 22.000 US-Dollar gezahlt. Das Wissen diente zur besseren Vorhersage der Marktentwicklung und zählt als Beihilfe zu verbotenem Insider-Traiding. Dagegen versuchen die US-Finanzbehörden seit einigen Jahren verstärkt anzukämpfen.

Shimoons Pech: Als er plauderte, hörte das FBI mit. 2011 bekannte er sich vor Gericht schuldig.

Die Strafe steht nun fest: Laut Die Welt muss Shimoon 46.000 US-Dollar zahlen und ähnlich wie bei einer Bewährungsstrafe zwei Jahre lang zusätzliche Auflagen erfüllen. Eine Gefängnisstrafe bleibt ihm erspart, da er die Behörden unterstützte, weitere schwarze Schafe im Finanzhandel aufzudecken.

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