Neue Apple-Stores: Sicherheitsvorkehrungen schon in der Bauphase

Marie van Renswoude-Giersch
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Apple Stores sprießen in Europa zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Während immer noch fleißig am Berliner Ku’damm gebaut wird, verdichten sich die Gerüchte um einen Store in Düsseldorf. Star-Architekt Daniel Libeskind soll ihn bauen. Auch ins Nachbarland Holland wird expandiert. macnews.de zeigt aktuelle Bilder von den Gebäuden. Besonderes Kennzeichen: Schwarzer Vorhang.

Berlin

Noch in diesem Jahr soll am Berliner Kurfürstendamm ein Apple Store eröffnen. Wir hatten schon ausführlich über die Geschichte des Gebäudes berichtet und einige ältere Aufnahmen vom Inneren gezeigt. Auf dem Weg zur Arbeit spaziere ich ab und zu am Kurfürstendamm 26 vorbei, um zu sehen, was sich hier so tut. Leider ließ sich bisher überhaupt nichts von den Arbeiten im Inneren erkennen. Denn eine schwarze Plastikfolie verwehrt den Einblick in das Gebäude. Lediglich große Container mit Bauschutt verraten, dass hier überhaupt gebaut wird.

Doch heute öffnete sich nach einigen Minuten eine Tür und ich konnte einen kurzen Einblick erhaschen, während zwei Angestellte einen Behälter mit Stahlteilen nach draußen transportierten: Alles ist noch staubige Baustelle, kein Boden ist verlegt, keine Wand verputzt.

Noch bevor ich die Kamera zücken konnte, kam ein Aufseher Baufirma auf mich zu und verhinderte das Foto. Er sei dafür verantwortlich, das Gebäude für fremde Personen abzuschirmen und dafür zu sorgen, das keine Fotos vom Inneren des Gebäudes gemacht werden. Auch genauere Auskünfte dürfen die Angestellten der Firma nicht erteilen, was vertraglich von Apple festgelegt wird: “Ich darf Ihnen leider nichts verraten, sonst verlieren wir unseren Auftrag.” Der Mitarbeiter selbst fand diese Maßnahmen übertrieben. Er erklärte, dass neben der schwarzen Schutzfolie, die gleich als erstes an Vorder- und Rückseite des Gebäudes an den Fenstern befestigt wurde, zusätzlich Kamera auf jeder Etage befestigt werden sollten. Schon in der Bauphase sollten allzu Neugierige identifiziert werden können. Laut Bauarbeiter wurde das dann aber doch nicht umgesetzt.

Düsseldorf

Heißer Kandidat für einen Apple-Store in Düsseldorf: Ein Gebäude, für das am 17. Juni auf dem Jan-Wellem-Platz in Düsseldorf feierlich der Grundstein gelegt wurde. Bis zum Oktober 2013 sollen hier, im 9.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Hofgarten, Schauspielhaus, Parkhotel und Schadow Arkaden, die Kö-Bogen entstehen. Das Großprojekt wird von niemand geringerem als dem Star-Architekten Daniel Libeskind entworfen, der unter anderem für den zickzackförmigen Anbau des Jüdischen Museums in Berlin bekannt ist. Der Düsseldorfer Entwurf sieht zwei Gebäude mit extravaganter, geschwungener Form vor. Sie sollen unter anderem Platz für große exklusive Flagship Stores bieten und damit die bekannte Edelmeile, die Königsallee, verlängern. Während der Einzug des Edel-Kaufhaus Breuninger in die Kö-Bogen bereits als sehr wahrscheinlich gilt, wird auch Apple als möglicher Mieter gehandelt, so die Rheinische Post.


Amsterdam

Bereits von Apple durch Stellenanzeigen indirekt bestätigt: Die Niederlande bekommen noch in diesem Jahr ihren ersten Apple Store, natürlich in Amsterdam. Das sogenannte “Hirsch-Gebäude” wird gerade aufwendig für den neuen Mieter saniert. Der 1909 entstandene Bau befindet sich am zentral gelegenen Leidseplein und beherbergte ursprünglich das Modehaus Hirsch & Co. In letzter Zeit befanden sich hier unter anderem eine Bankfiliale und vorübergehend eine Kunstgalerie. macnews.de-Leser Daniel Werner hat uns ein  Foto von den Bauarbeiten zukommen lassen. Wie man sieht, wurde das Erdgeschoss komplett schwarz verhangen.

Weitere Apple Stores

Zuletzt noch ein Abstecher nach Übersee. Hier wird der wohl bekannteste Apple Store an der Fifth Avenue gerade saniert. Wie ifoAppleStore.com den Genehmigungspapieren zu den Baumaßnahmen entnehmen konnte, soll der vor dem Gebäude gelagerte Glaswürfel komplett entfernt und wieder neu errichtet werden. Aus diesem Grund wird der Anbau aktuell von einer Mauer abgeschirmt.

Auch der geplante Apple Store am Hamburger Jungfernstieg ist noch verhangen. Die verhüllte Fassade wurde kürzlich von einem Windows-Logo verziert. Für die Filiale in Hamburg sucht der Konzern bereits Mitarbeiter. Gleiches gilt für den Store in Augsburg, der Gerüchten zufolge in der City-Galerie eröffnen soll.

Soweit die Neuigkeiten von den Apple Stores. Wie beim Produktmarketing versucht Apple, möglichst lange möglichst viel geheim zu halten. Doch das Unternehmen verrät sich eigentlich gerade dadurch: Gibt es Gerüchte zu einem neuen Apple Store, muss man nur schauen, ob ein schwarzer Vorhang davorhängt. Wenn ja, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Apple baut.

Bildquellen: Eigene, koebogen.info, ifoapplestore.com

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