Neues Patent: Apple erhält Schutz für "Entriegeln"-Wischen

Florian Matthey
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Um im Patentkrieg gegen die Android-Smartphone-Hersteller zu bestehen, braucht Apple ein entsprechend großes eigenes Patentportfolio. Bestenfalls sollte dies jede auch noch so kleine Apple-Erfindungen innerhalb der iPhone- und iPad-Soft- und Hardware schützen. Das US-Patent- und Markenamt hat Apple nun den Schutz des “Entriegelns” durch Fingerwisch beim Anschalten des Geräts zugesprochen.

Das Entriegeln durch Wischen (“Slide to unlock”), das ein versehentliches Freischalten des Touchscreens in der Hosentasche vermeiden soll, war schon Teil des ersten iPhone-Modells aus dem Jahr 2007. In den USA hat Apple den Schutz dennoch erst jetzt zugestanden bekommen. Die offiziellen Erfinder sind Apples Vizepräsident für die iOS-Entwicklung, Scott Forstall, sowie einige weitere Apple-Software-Entwickler.

Allerdings genießt Apple durch die Entscheidung der US-Behörde nur den Schutz in der Heimat – Patentämter anderer Länder haben schon beziehungsweise müssen noch über die Apple-Erfindung entscheiden. In Holland konnte Apple das “Wischen-Entriegeln” nicht schützen lassen – dort hatte ein Gericht entschieden, dass es sich bei dem Befehl um keine neue Erfindung handle. Das Handy “N1m” des schwedischen Smartphone-Herstellers Neonode kannte das Anschalten-Wischen schon im Jahr 2005.

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