New York Times schwärzt Pulse bei Apple an

Florian Matthey

Die beliebte RSS-Feed-App Pulse fürs iPad hatte Apple kurzzeitig aus dem App Store entfernt – dann war sie wieder da. Offenbar hatte die New York Times die Entfernung verlangt, letztendlich ließ sich Apple davon aber nicht beeindrucken.

Das IT-Magazin Wired schreibt über einen Brief der Anwälte der Zeitung, die Apple auf vermeintliche Urheberrechtsverletzungen aufmerksam machte. Pulse enthält die New York Times als eine von fünf Standard-Feeds, jedoch lassen sich diese frei entfernen oder hinzufügen.

Die New York Times meint trotzdem, dass Pulse damit gegen das Lizenzabkommen des RSS-Feeds verstoße – dessen Nutzung sei nur zu nichtkommerziellen Zwecken erlaubt, Pulse kostet allerdings 2,99 Euro. Wired verweist allerdings darauf, dass auch andere RSS-Reader ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgen und auch der Google Reader aufgrund seiner Werbeeinblendungen kommerziell sei.

Nach wenigen Stunden war Pulse wieder verfügbar, eine Erklärung durch Apple gab es nicht. Die Online-Inhalte New York Times hatte Apple im Rahmen der iPhone- und iPad-Präsentationen oft hervorgehoben, den Wünschen der Zeitung scheint Apple aber nicht ohne Weiteres folgen zu wollen. Die New York Times selbst hatte Pulse erst kürzlich im eigenen Blog positiv hervorgehoben.

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