OS X für ARM-Chips: Apple-Mitarbeiter arbeitete als Praktikant an Portierung

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Ein heute fest angestellter Apple-Mitarbeiter arbeitete in seiner Zeit als Praktikant in dem Unternehmen an einer Version des OS-X-Kernels für ARM-Prozessoren. Das gibt Spekulationen Auftrieb, dass Apple zumindest die Möglichkeit eines Macs mit ARM-Prozessoren in Betracht zieht – auch wenn ein Architekturwechsel in naher Zukunft nicht sehr wahrscheinlich ist.

OS X für ARM-Chips: Apple-Mitarbeiter arbeitete als Praktikant an Portierung

Der heutige Apple-Mitarbeiter Tristan Schaap absolvierte im Jahr 2010 ein Praktikum in dem Unternehmen und ließ die dort gesammelten Erfahrungen in seine Bachelor-Arbeit einfließen. Diese konnte er zuerst nicht veröffentlichen, da sie vertrauliche Informationen enthält. Mittlerweile ist die wissenschaftliche Arbeit aber über die Datenbank der Universität Delft zugänglich – dass Schaap überhaupt an einem solchen Projekt arbeitete ist offenbar keine streng vertrauliche Information.

Schaap, der heute in Apples Core-OS-Team arbeitet, sollte im Jahr 2010 zusammen mit anderen Apple-Mitarbeitern den OS-X-Kernel Darwin auf den ARM-Prozessor MV88F6281 portieren. Auch das Mobil-Betriebssystem iOS basiert auf Darwin, bei Schaaps Projekt handelte es sich aber um eine Portierung für Mac OS X 10.6 Snow Leopard. Im Laufe des 12-wöchigen Projekts bekam das Team den Kernel zwar zum Laufen, problemlos funktionierte das Ganze aber noch nicht.

In der Vergangenheit tauchten mehrmals Gerüchte auf, dass Apple in Zukunft nicht nur iPhones und iPads, sondern auch Macs mit einem ARM-Prozessor – statt einem x86-Intel-Chip – ausstatten könnte. Das brächte einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch mit sich, bedeutete aber auch einen deutlichen Leistungsverlust. Zuletzt soll Apples CEO Tim Cook gegenüber Analysten angedeutet haben, dass Apple Kunden, die sich für ein ARM-MacBook Air interessierten, eher für ein iPad begeistern wollte.

Allerdings werden auch ARM-Prozessoren bei konstant niedrigem Stromverbrauch immer leistungsfähiger, so dass ein Architekturwechsel eines Tages zu einer sinnvollen Option werden könnte. Denkbar ist also, dass Apple für diesen Fall auch an einer OS-X-Version für die Mobil-Prozessoren arbeitet – so wie das Unternehmen einst intern über Jahre eine x86-Version des Betriebssystems parallel zur PowerPC-Version entwickelte, bevor sich das Unternehmen letztendlich zum Wechsel hin zu Intel-Prozessoren entschied.

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