Patentantrag: Neuer Hinweis für digitale Landkarten von Apple

Florian Matthey
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Seit Apple im Jahr 2009 das Unternehmen PlaceBase übernommen hat, stellt sich die Frage, was Apple in Sachen digitale Landkarten vor hat. Bisher stammen die Karten auf den iOS-Geräten noch von Google, den Deal hat der iPhone- und iPad-Hersteller erst kürzlich erneuert. Ein neuer Apple-Patentantrag erlaubt zumindest Vermutungen, an was die früheren PlaceBase-Mitarbeiter bei Apple heute arbeiten.

Der am 5. Februar 2010 eingereichte und heute veröffentlichte Patentantrag beschreibt ein System “Schematischer Karten”. Im Einzelnen handelt es sich um ein System, das wichtige Elemente auf einer digitalen Landkarte hervorheben soll – beispielsweise indem es weniger wichtige Bereiche verschwimmen lässt. So könnten sich beispielsweise in einer Navigations-App die Straßen, die der Reisende nicht befahren soll, verschwommen darstellen lassen, die “richtigen” Straßen jedoch scharf. Das Patent stammt von Apple-Erfindern, die vorher bei PlaceBase gearbeitet hatten.

Diese Erfindung ist zwar nicht revolutionär und sicherlich nur ein Ausschnitt dessen, an was Apple im Bereich digitaler Karten arbeitet. Dass Apple in diesem Feld aber nicht untätig ist, musste das Unternehmen bereits im Frühjahr – mehr oder weniger unfreiwillig – einräumen: Im Rahmen des Skandals um vom iPhone gesammelte Geodaten erklärte Apple, dass es die Daten lediglich anonymisiert sammle, um eine Verkehrsstatistik zu erstellen – die Apple in einem zukünftigen Produkt einsetzen möchte.

Dass die Integration der Google Maps ins iOS nicht Apples Traumlösung ist, deutete sich ebenfalls schon öfters an. So gab es mehrfach Gerüchte, dass Microsofts Bing Maps die Google-Karten ersetzen könnte. Mit der PlaceBase-Übernahme könnte Apple seinerzeit auch einen Schritt hin zu einem eigenen Angebot gemacht haben – scheint aber zumindest noch nicht so weit zu sein.

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