PC-Markt: Apple trotzt dem Trend – oder doch nicht?

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Die Marktforscher von Gartner und IDC haben wieder einmal PC-Verkaufszahlen für das vergangene Quartal zusammengestellt. Die beiden Organisationen sind sich allerdings nicht einig: Während Apple laut Gartner vor allem in den USA deutlich schneller wächst als die Konkurrenz, sieht IDC auch in Apples Heimat ein Minus.

PC-Markt: Apple trotzt dem Trend – oder doch nicht?

Laut Gartner steht es um den amerikanischen PC-Markt nicht sehr gut: Im zweiten Quartal 2011 sei er im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,7 Prozent geschrumpft, die Verkaufszahlen gingen von rund 16,9 auf rund 15,9 Millionen Rechner zurück. Vier der Top-5-Unternehmen verzeichneten ein zum Teil großes Minus: HPs Verkaufszahlen schrumpften um 12,7, Dells um 9,5, Acers um 14,1 und Toshibas um 19,5 Prozent.

Lediglich Apple habe sich um 4,3 Prozent steigern können. Der Mac-Hersteller habe im vergangenen Quartal 1,9 Millionen Computer verkauft, im Vorjahr waren es noch rund 1,8 Millionen. Apple halte nunmehr 12 Prozent des Marktes – hinter HP und Dell mit 25 und 21,7 Prozent und vor Acer und Toshiba mit 8,5 und 8,2 Prozent Marktanteil.

In die Top-5-Liste der weltweit größten PC-Hersteller habe es Apple hingegen noch nicht geschafft; dort konnten Lenovo, Acer und Asus um 14,9, 3,6 und 38,6 Prozent wachsen. Das Minus fällt für die ganze Branche mit 0,1 Prozent kleiner aus als in den USA; auf den Plätzen eins und zwei liegen unverändert HP und Lenovo.

Gute Aussichten für Apple – wenn da nicht auch die Zahlen von IDC wären: Auch die Gartner-Konkurrenz sieht ein Minus für den US-PC-Markt, das mit 10,6 Prozent sogar noch deutlicher als das von Gartner beobachtete ausfällt. Auch hier liegen HP und Dell an der Spitze vor Apple. Hinter Apple reiht sich aber der Hersteller Lenovo ein, den Gartner in den USA gar nicht in den Top 5 führt. Lenovo habe sich, so IDC, als einziger Hersteller steigern können (plus 6,1 Prozent), während Apple ebenso wie die Konkurrenz verloren habe (minus 1,1 Prozent).

Philip Elmer-DeWitt von Fortune fragt sich, wie diese Diskrepanz zustande kommt. In der Vergangenheit war es oft so, dass IDC die Zahl der von Herstellern ausgelieferten Rechner erfasste, während Gartner Prognosen für die Zahl der an Endabnehmer verkauften PCs erstellte. Mittlerweile gebe IDC allerdings an, von der Zahl der ausgelieferten oder verkauften PCs auszugehen – was auch immer das bedeutet. Gartner habe dies zuletzt gar nicht mehr erläutert.

Jedenfalls ist ein wichtiger Faktor zu beachten: Sowohl Gartner als auch IDC zählen Tablets – anders als beispielsweise Netbooks – nicht als PCs. Wäre das anders, stünde Apple dank des iPad überall an der Spitze.

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