Pegatron-Unfall: Aluminium-Staub sorgte für Explosion

Holger Eilhard
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Am vergangenen Wochenende gab es bei Riteng, einer Tochterfirma des Apple-Lieferanten Pegatron, eine Explosion bei der 61 Mitarbeiter verletzt wurden. Mittlerweile konnte die Ursache geklärt werden: Aluminium-Staub hatte sich entzündet und sorgte für die Explosion.

Wem diese Art der Explosion bekannt vorkommt, erinnert sich vielleicht an die Explosion bei Foxconn im Mai dieses Jahres. Wie bei Riteng wurden auch dort Aluminium-Teile für das iPad poliert. Die dabei entstehenden Partikel wurden offensichtlich nicht in ausreichendem Maße abgeführt. Wie China Labor Watch (CLW) berichtet, waren sich die Arbeiter der Gefahr nicht bewusst.

Glücklicherweise kam bei dem Unfall in Riteng niemand ums Leben. Die Explosion bei Foxconn im Mai mussten 3 Arbeiter mit ihrem Leben bezahlen.

Nach Angaben von CLW hat Apple große Kontrolle über die Fabriken seiner Zulieferer im fernen Osten. So soll ihnen beispielsweise durch Apple vorgegeben werden, wo sie ihre Materialen einzukaufen haben und auch die Produktionslinien müssen von Apple abgenickt werden. Wie dabei derartige Fehler, wie die mangelnde Abfuhr von Feinstaub-Partikeln, wiederholt auftreten können, ist eine Frage, die im aktuellen Fall von den Behörden in Songjiang, Shanghai geklärt werden soll.

Eine Apple-Sprecherin sagte gegenüber Businessweek, dass man ebenfalls eng mit Pegatron zusammenarbeite, um die Ursache der Explosion zu klären.

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