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Que Vadis Apple: Wo geht die Reise hin?

Bernd Korz

</a Apple surft seit Jahren auf einer Welle des Erfolgs, auch wenn viele sich davon schon eher genervt fühlen. Der Hype reisst nicht ab und Apple weiss auch um die Dosierung der Neuigkeiten um immer wieder den Hype nach oben zu bringen. Nicht selten ist das Team um Steve Jobs wegweisend und so darf der Apfel mit Fug und Recht von sich behaupten, die IT Branche verändert zu haben.

Sei es das iPhone oder das iPad, sei es das MacBook Air oder der iMac, sei es die Magic Maus oder der iPod. Egal was Apple in den letzten Jahren angefasst hat, es wurde vergoldet. Kritisch gesehen und in Einzelteile zerlegt, ist keines eine Revolution an sich, doch was machen denn die Zwiebeln auf dem Tisch? Ist erst einmal das Fleisch und die Soße drumherum kann es zu einem Gaumenschmaus werden und das obwohl alles schon da war und sich hunderte anderer Köche schon an dem Gericht versucht haben.

Doch wie immer im Leben der letzten 200 Jahre, wer keinen Fortschritt “rennt” wird in den Rückschritt stolpern und am Ende am Boden liegen bleiben. Apple wäre nicht der erste Riese, der ins Stolpern kommt, zumal gerade Apple schon einmal so sehr gefallen ist, dass man die tragische Figur eigentlich nur noch bemitleidenswert seinem Ende zuführen wollte. Ein anderer Riese, der durch den Erfolg von Apple ins Stolpern kommt ist Microsoft auf der einen oder Nokia auf der anderen Seite. Beide sind sehr bemüht, den charismatischen Jobs und seine Armee aufzuhalten, verlieren aber an jeder Front. Einzig Mac OS X und die Tatsache, dass Jobs sich weigert es auf normaler Hardware laufen zu lassen bringen Microsoft noch die ganz dicken Big Points in Sachen Software.

Apple rast förmlich über die IT Autobahn und hat sich eigens dafür einen Ferrari Omnibus gebaut der alles mitnehmen kann was das Unternehmen einläd, während Microsoft sich bei VW umschaut und Nokia seinen Fuhrpark mittlerweile auf Lada umgestellt hat. Einzig Google kann lächeln und weiss sich in allem nicht nur an Apple dranzuhängen, man kann sogar oft die Nase etwas weiter nach vorne strecken.

Doch was sind nun die nächsten Schritte die Apple gehen muss und wohl auch gehen wird?

Das iPad Pro und der iOS iMac

iOS macht sich gut auf den Geräten von Apple, es ist schnell, schlank, stabil und bietet atemberaubende Techniken auf engstem Raum. Sei es Java oder OpenGL, sei es Videos in HD oder Sound der die Ohren nur noch so rauschen lässt. Sprachunterstützung, das neue Retina Display und vieles mehr sind ein Indikator für zukünftige Strategien. Derweil steuert man mit Berührung des Displays, doch die Zukunft bringt Sprach- wie auch Gestensteuerung.

Wie also würde sich das iOS auf einem iMac oder gar einem MacBook machen? Mac OS X der Zukunft dürfte mit dem iOS so verschmelzen, dass es am Ende durch eben dieses ersetzt werden wird. Das iPad Pro wird dann so schnell sein, dass es auch Apps welche für Mac OS X gemacht wurden, direkt selbst ausführen kann, es wird der mobile 1:1 Pedant zu seiner großen Desktoplösung werden.

Der iPod Touch

Im Moment gibt es sehr viele Spekulationen um die kommenden Generation des iPod Touch, so darf erwartet werden:

  • 5 MP Kamera
  • LED Blitz
  • Gesichtskamera in der Front für den Videochat
  • FaceTime Chat über drahtloses Netzwerk
  • Retina Display mit hoher Auflösung

Der iPod Touch dürfte dann auch mit iOS 4 laufen und damit bereit sein für iMovie. Es darf sogar davon ausgegangen werden, dass auch hier der eigene A4 Prozessor zum Einsatz kommen wird. Die Entwicklung einer CPU und deren Herstellung ist sehr kostenintensiv und so macht es durchaus Sinn, es in allen möglichen Endgeräten zum Einsatz zu bringen.

iTunes in den Wolken – Cloud

Es wurde schon zur WWDC10 erwartet: iTunes in den Wolken des Computerhimmels. Es ist also kein Geheimnis mehr, dass Apple daran arbeitet und auch in naher Zukunft den Cloudservice über iTunes anbieten wird. Bereits seit längerem arbeitet Apple an einem neuen – riesigen – Rechenzentrum, welches dem sicherlich kommenden Ansturm standhalten wird.

Für die nutzer bedeutet das, dass man seine gekauften Lieder nicht mehr herunterladen muss. Sie werden auf dem Konto registriert und lassen sich von überall abspielen, die CD Sammlung also immer dabei wo man Internet hat. Wie das bei der eigenen CD Sammlung aussieht ist noch fraglich und wie weit man diese in die Apple Wolke einpflegen kann. Mittlerweile ist Internet ein Grundrecht in vielen Ländern und so dürfte der Dienst in den nächsten zwei Jahren massiv an Zuwachs zu leiden haben.

Für die herkömmliche CD wird es immer schwerer, der Marktanteil wird von Jahr zu Jahr geringer, dies dürfte die nächsten 4-6 Jahre dann der endgültige Todesstoß sein für den Silberling. Apple täte hier gut daran, iTunes auch für andere Plattformen anzubieten und so ist auch ein

iTunes für Android

denkbar. es macht sogar wirklich Sinn, seine Applikation auf Android zu portieren, der Nutzerkreis ist sehr groß und wächst monatlich. Weit ist man nicht mehr von den Anteilen des iOS  entfernt und so wäre Apple gut beraten, die Geldmaschinerie Musik auch auf dieser Plattform bereit zu stellen. Besonders der Aspekt “Google” dürfte bei dieser Überlegung keine unwesentliche Rolle spielen, denn Google hat gezeigt – und tut es täglich – dass man die Power hat, seine eigenen Ideen aus dem Nichts hochzuziehen. Sollte Apple dies also versäumen könnte ein Milliardenmarkt an Jobs vorbeiziehen.

Doch nicht nur für Android würde es Sinn machen. Auch die Playstation 3 oder die neue XBox 360 sind sehr attraktiv, denn gerade diese Geräte stehen meist exakt neben der heimischen Stereoanlage und am großen FlatTV angeschlossen. Würde Apple für diese drei eben genannten Plattformen sein iTunes bereitstellen könnte das Wachstum noch einmal erheblich steigen.

MobileMe – Unterwegs alles dabei

MobileMe ist nicht schlecht, aber es ist teuer, zu teuer. Dies ist auch eines der Hauptprobleme, die Apple hier bewältigen muss. Apple baut in den letzten Monaten sehr viel an seinem mobilen Speicherdienst um und hat damit eine gewisse Attraktivität erreicht. Doch der Preis schreckt – zu recht – viele Kunden ab. Mit iAd kann hier Abhilfe geschaffen werden. MobileMe dürfte mittelfristig wesentlich günstiger bis gar kostenlos werden und sich über iAd finanzieren.

Kunden können sich dann aussuchen, ob sie die Werbung haben möchten und damit eine Preisreduktion – bis kostenlos – in Kauf nehmen oder eine Art “Premiumdienst” in Anspruch nehmen, der den Stand Heute bietet. So oder so, MobileMe dürfte durch diesen Schritt einen ex orbitanten Nutzerzuwachs erfahren. Werbung sind wir doch eh gewohnt und werden überall und immer dadurch berieselt, dieses “Opfer” sind wir gerne bereit zu zahlen.

Spielekonsole – Apple in a Box meets AppleTV

Schon einmal hatte sich Apple in Sachen Spielekonsole versucht, damals aber eher schlecht als recht. Wieso also nicht noch einmal? Heuer nimmt man seinen eigenen A4 Prozessor dazu und bringt gleich etwa 20.000 Spieletitel mit, wovon so einige beeindruckend sind, sei es Assassins creed oder Need for Speed, seien es Strategiespiele oder anderes. Mit iOS und der A4 CPU sind dem Ganzen keine Grenzen mehr gesetzt. AppleTV könnte die Spielekonsole schlecht hin werden, die sofort nur so strotzen würde von Spieltiteln und Nutzungsmöglichkeiten.

Was auch immer Apple davon in Angriff nehmen wird. Das Unternehmen kann nur noch gestärkt daraus hervorgehen und wird in vielen Belangen nur noch einen Konkurrenten um Nacken spüren: Google.

Wo seht ihr die Reise für Apple hingehen und welche Rolle wird Google oder Microsoft dabei spielen?

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