R-EPEAT: Goldene Software, iPad-mini-Gerüchte und der Umweltschutz


Die vergangene Woche war von Apples Veröffentlichung des Mountain Lion Golden Master und dem Abschied aus dem US-Umwelt-Siegel EPEAT – und der Rückkehr zu selbigen nur wenige Tage später – geprägt. Aber auch die Gerüchte rund um iPad mini und iPhone 5 hielten weiter an.

Mountain Lion in greifbarer Nähe

Das Highlight der vergangenen Woche in der Apple-Welt war die Veröffentlichung des Golden Master von OS X Mountain Lion und der damit verbundenen Veröffentlichung der nicht länger kompatiblen Macs.

Gehört der eigene Mac zu den älteren Geräten, warnt der App Store vor dem Kauf des neuen Betriebssystems – wie auch bei anderer inkompatibler Software. Ob man das neue System direkt nach der Veröffentlichung benötigt, muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Die meisten Software-Entwickler werden ihre Updates in der nahen Zukunft wohl auch für ältere Versionen des Betriebssystems anbieten. Sollte sich der OS-X-Markt ähnlich wie iOS entwickeln, bei der die Mehrheit der Nutzer schnell ihr Betriebssystem aktualisiert, könnte sich dies aber vielleicht schneller als gedacht ändern. Mit Tweetbot für Mac gibt es jedoch bereits die erste App, die in ihrer finalen Form OS X 10.8 voraussetzen wird.

Laut Apple soll OS X – ähnlich wie iOS – nun auch jährlich größere Updates erfahren. Alte Systeme zu unterstützen ist dann ab einem gewissen Zeitpunkt besonders für kleinere Entwickler-Teams oder Einzelpersonen nicht mehr interessant und bindet Ressourcen, die besser genutzt werden können.

Ob wir wollen oder nicht, Mountain Lion steht in den Startlöchern und die Entwicklung geht ständig weiter. Ob wir die finale Version bereits in der kommenden oder erst in der letzten Juli-Woche sehen werden, kann – abgesehen von Apple – noch niemand sagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Golden Master identisch mit der App-Store-Version sein wird, ist sehr hoch. Seit OS X 10.5 Leopard war dies jedenfalls der Fall.

EPEAT und die 180-Grad-Wende

Eine kuriose 360-Grad-Wende hat sich im Laufe der vergangenen Woche rund um Apples Umweltschutz-Ansichten abgespielt. Alles begann mit Apples Ankündigung, dass die eigene Hardware nicht länger Bestandteil des EPEAT-Ranking-Systems sein werde. Das Electronic Product Environmental Assessment Tool, oder eben kurz EPEAT, soll es Unternehmen ermöglichen, sich basierend auf der Umweltverträglichkeit einzelner Produkte, für oder gegen diese zu entscheiden.

Speziell Behörden und große Firmen entscheiden über ihre Einkäufe mit Hilfe dieser Bewertungen. Nach Apples Ankündigung am Montag der vergangenen Woche gab es dann auch zunächst Berichte, dass beispielsweise die Stadt San Francisco keine Apple-Produkte mehr kaufen würde. Melanie Nutter, Director of Department of the Environment der Stadt, klärte jedoch wenig später auf, dass ein derartiger Bann nicht geplant sei. Und selbst wenn: die Stadt hatte im Jahr 2010 lediglich rund 46.000 US-Dollar für Apple-Produkte ausgegeben.

Andere Firmen und Behörden, die bedeutend mehr Geld bei Apple gelassen hatten, waren aber anscheinend weniger begeistert. Am Freitag folgte daher die zweite 180-Grad-Wende, in Form eines Briefes von dem bald in Rente gehenden Bob Mansfield. Dieser gestand ein, dass man einen Fehler gemacht habe und man jetzt enger mit EPEAT zusammenarbeiten werde, um den Umweltstandard an den aktuellen Stand der Technik anzugleichen.

Und siehe da: Apples Produkte, inklusive des MacBook Pro mit Retina Display, sind mittlerweile wieder in der Liste enthalten. Allesamt mit einem goldenen Sternchen. Wie lange dies beim Retina-MacBook der Fall sein wird, ist noch offen.

Gerüchteküche rund um iPad mini und iPhone 5

Die WWDC ist vorbei, iOS 6 ist in der Beta-Phase und somit widmet sich die Gerüchteküche dem kommenden iPhone und dem immer häufiger diskutierten iPad mini. Das letzte (unglaubwürdige) Gerücht bezüglich eines “iPhone 5″ lautet, dass eine Präsentation am 7. August geplant sei.

Dazu kommen die mittlerweile üblichen Bilder von neuen Hüllen und Modellen, die angeblich das neue iPhone und iPad zeigen sollen. Eine Gemeinsamkeit vieler aktueller Gerüchte: Ein neuer, kleinerer Dock-Connector soll den mittlerweile in die Jahre gekommenen Stecker ablösen. Letzterer begleitet uns mittlerweile schon seit dem iPod-Zeitalter.

Wie Apps auf dem iPad mit 8-Zoll-Display aussehen könnten, wird ebenfalls bereits en détail diskutiert.

Patente, Patente, Patente

Leider gab es am Freitag auch erneute Neuigkeiten vom Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple. Wie bekannt wurde, hatten Apples Anwälte Ende Juni/Anfang Juli einigen Händlern Briefe zugestellt, in denen sie die Durchsetzung der Einstweiligen Verfügung bezüglich des Galaxy Tab 10.1 und Galaxy Nexus forderten. Der Verkaufstopp des Galaxy Nexus ist mittlerweile hinfällig, aber das in die Jahre gekommene Galaxy Tab 10.1 dürfte weiterhin in einigen Regalen liegen. Ein echter Verkaufsschlager waren diese aber ohnehin nicht.

Der Erfolg der Schreiben ist darüber hinaus ebenfalls fraglich, da sich die Händler in den USA ihre Zeit lassen, bis die eigenen Anwälte Apples Wünsche überprüft haben.

Und sonst…

Der “Ironische Artikel der Woche” – ich hoffe jedenfalls noch, dass er ironisch gemeint war – geht in dieser Woche an Antone Gonsalves von Read Write Web. Das Retina MacBook Pro besitzt seiner Meinung nach eine Funktion, “die niemand benötigt, nur wenige bemerken werden, mit den Apps nicht funktioniert und sich niemand gewünscht hat, bevor Apple es im vergangenen Monat vorgestellt hat”. Die Rede ist vom Retina-Display.

Der von Gonsalves genannte Aufpreis von 400 US-Dollar gegenüber dem vergleichbaren – wir wollen ja keine Äpfel mit Birnen vergleichen – MacBook Pro ohne Retina-Display ist, wie Marco Arment anmerkt, in der Realtität eine Ersparnis in Höhe von 200 US-Dollar (121 Dollar, wenn man ein SuperDrive benötigt). Richtig gehört: Austattungsbereinigt ist das Retina-Modell günstiger als das neue alte 15″ MacBook Pro.

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Weitere Themen: iMac mit 5K Retina Display, iPhone 6, iTunes Karte, iPhone 4s, Apple Lightning, iPhone 3GS, iPad Air, Fingerabdruckscanner, iPad maxi, EPEAT

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