Rechtsstreit um "Pod": Wenn Unternehmen um Alltagsworte streiten

Tizian Nemeth
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Wem gehört die Markenbezeichnung “Pod”? Gegenüber Daniel Kokin, Gründer des Startups Sector Labs, möchte Apple den Anspruch auf diese drei Buchstaben nun in einem Gerichtsverfahren geltend machen, dass am 18. Oktober beginnen soll. Allerdings geht es um mehr, als nur um den Begriff “Pod” – es geht um die Vereinnahmung von alltäglichen Wörtern durch große Unternehmen.

Kokin arbeitet mit seinem Team seit rund 10 Jahren an einem Video-Projektor mit dem Namen “Video Pod”. Apple glaubt, die Verwendung könnte bei den Kunden zu Missverständnissen führen. Immerhin verwendet der Hersteller aus Cupertino die Bezeichnung auch für die eigenen tragbaren Musik-Player. Grund genug, eine 873-seitige Klageschrift aufzusetzen.


Allerdings hat Apple anders als bei den Namen “Magic Trackpad” und “<a href="http://www.giga.de/unternehmen/apple/news/apple-kauft-markenname-ipad-von-fujitsu/" keine exklusiven Nutzungsrechte. Im Verfahren gehe es auch darum, dem Trend entgegen zu wirken, dass große Unternehmen immer häufiger auch Allein-Ansprüche auf alltägliche Wörter anmelden, erklärt die Rechtsanwältin Ana Christian.


So bemüht sich unter anderem Facebook dem Social-Network-Startup Teachbook das Wort “book” gerichtlich zu verbieten und Microsoft verteidigt verbissen sein “windows”.


Kleinen Unternehmen wird es auf diese Weise schwer gemacht, ein Produkt unter einem aussagekräftigen Namen am Markt zu etablieren – immerhin dürfen sie sich nach dem Willen von Apple, Microsoft und Co. nicht aus der Umgangssprache bedienen.


Bild: smlp.co.uk, “The Law”. Some rights reserved. Flickr.

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