Retina Display: Sight zeigt die andere Seite der Apple-Kontaktlinse

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Was kommt nach dem iPhone 5, oder besser, nach dem iPhone 7? Dass Smartphones und Tablet-Computer nicht das Ende der mobilen Geräteentwicklung sein werden, scheint klar. Augmented Reality, die Display-unterstützte Sicht, steht allerdings noch am Anfang. Google schiebt mit seiner Datenbrille das Ganze voran, doch da Apple inzwischen mehr mit mobilen Geräten sein Geld verdient, sollte auch von dort etwas zu erwarten sein. Ein Kurzfilm zeigt, wohin das führen könnte.

Retina Display: Sight zeigt die andere Seite der Apple-Kontaktlinse

Augmented Reality ist etwas für die Digital Natives. Sie, oder vielleicht auch erst die zukünftig Geborenen im Digitalen Zeitalter werden mit Datenbrillen und eingebauten Head-up-Displays die Wirklichkeit anders deuten – mit Hilfe zusätzlicher Informationen des Gesehenen aus riesigen Datenspeichern.

Wo heute erste zarte Ansätze zu sehen sind, über diverse AR-Apps für iPhones und Android-Smartphones, die die Welt durch ihre Kamera scannen und bereits erfasste Informationen zum Erkannten auf dem Display einblenden, wird die Technologie nicht stehen bleiben. Zu lukrativ sind die Aussichten für Inhalte-, Geräte- und Werbeanbieter, auf die Verbindung von Realität und Datenspeicher zu verzichten. Die Gesichtserkennung in Kameras, Foto-Apps und sozialen Netzwerken ist nur der Anfang. Kombiniert mit GPS-Ortung sind jetzt schon Navigation und Information in der urbanen Architektur möglich, ebenfalls in Entwicklungsräumen von Ingenieuren.

Was dazu von innovativen Technologie- und Datenkonzernen wie Google und Apple kommen mag, deutet sich nur langsam an. Google hat mit seiner Datenbrille den Anfang gemacht. Noch ist es ein nur ein “Project Glass“, das das Unternehmen im April offiziell vorstellte. Termine, Wettervorhersage, Verkehrsinfos, Navi, Notifications, Ortsinfos – alles nichts Ungewöhnliches, jedoch diesmal gleich knapp über dem Augapfel auf einem transluzenten Display angezeigt. Hinzu kommen im Google-Projekt Sprachbefehle, deren Ergebnisse im Brillendisplay angezeigt werden.

Zumindest bei den Sprachbefehlen ist Apple mit Siri ebenfalls soweit, selbst wenn noch nicht alles hundertprozentig klappt. Erste Apps fürs “erweiterte Sehen” gibt es ebenfalls. Was fehlt, ist ein zur Google-Brille konkurrierendes futuristisches Konzept.

Klar, dass Apple keine Konzepte vorstellt. Allenfalls Patentanmeldungen erblicken nach einiger Zeit, meist erst nach Jahren, das Licht der Öffentlichkeit. Bei den Patentsammlern und -deutern von Patentlyapple.com findet sich jedoch nichts Außergewöhnliches, das wir hier nicht auch schon vorgestellt hätten. Gut, das iPhone 5 mit durchsichtigem Display, das auch den Akku verschwinden lässt, geht in diese Richtung. Wie wäre es jedoch mit einer ganz neuen Interpretation des Apple Retina-Displays?

Schließlich werden die Pixel auf den Displays von iPhone und iPad immer kleiner und mehr. Eine Apple-Kontaktlinse wäre also nur konsequenter als eine Google-Datenbrille. Kombiniert mit einem Eye-Tracker, der die Bewegungen des Auges verfolgt, ließen sich auch Buttons oder Auswahlmenüs aktivieren. Sicher, das Konzept ist nicht neu und in diversen Science-Fictions beschrieben und gezeigt. Digitale Implantate sind ja ohnehin die Zukunft, Gamification sowieso, für den iPod und das iPhone brauchen wir langfristig Ersatz. Also, Apple, warum nicht?

Wohn das führen kann, zeigt der Kurzfilm “Sight” von Eran May-Raz und Daniel Lazo, mit dem die beiden ihr Kunststudium an der Bezalel Academy of Arts in Jerusalem abschließen. Bei Zeit-Online bezeichnet Eike Kühl diese Zukunft noch als “gar nicht so abwegig”, n-tv.de ist fasziniert vom Gameleveling des Alltags, Giga-Android-Kollege Kamal zweifelt, dass sich Menschen ein derartig erweitertes Blickfeld wünschen und Jan Tißler von neuerdings.com kann es kaum abwarten, solche Kontaktlinsen zu bekommen.

Was sagt Ihr? Ist das die Zukunft des Apple Retina Displays?

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