RIM: 7-Zoll-Tablets nur in Apples "Distortion Field" ohne Erfolgschancen

Florian Matthey
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Der BlackBerry Hersteller RIM, der nächstes Jahr sein 7-Zoll-Tablet-Gerät PlayBook einführen möchte, hält überraschend wenig von Steve Jobs Behauptung, dass Tablets in dieser Größe schon bei der Einführung “tot” sein würden. RIMs Co-CEO glaubt, dass Kunden vielmehr genug davon haben, von Apple vorgeschrieben zu bekommen, was sie denken sollen.

Alle diejenigen, die außerhalb von Apples “Distortion Field”, also dem sich um Apple umgebende Raum der Realitätsverzerrung, leben, wüssten, dass 7-Zoll-Tablets einen großen Teil des Marktes ausmachen würden, so Jim Balsillie in einem Statement. Auch wüssten diese Menschen, das die Unterstützung von Adobe Flash vielen Kunden wichtig sind, die das Web wirklich erfahren wollten.

Sie wüssten außerdem, dass Apples Versuche, das eigene Ökosystem zu kontrollieren und eine geschlossene Plattform zu erhalten vielleicht für Apple gut sei. Entwickler wollten aber mehr Optionen und Kunden wollten die überwältigende Mehrheit der Websites besuchen, die Flash einsetzen.

Auch sei Jobs’ Hinweis, dass Apple im letzten Quartal mehr Mobiltelefone als RIM verkauft habe, in Relation zu sehen: Im aktuell laufenden Quartal werde RIM 13,8 bis 14,4 Millionen BlackBerry-Smartphones verkauft haben. Apple hatte für das vierte Geschäftsquartal 14,1 Millionen iPhones vermeldet.

Laut Balsillie habe Apple aber nicht hervorgehoben, dass die Nachfrage im September typischerweise höher sei – und Apple das vierte Quartal selbst dadurch befeuert haben könnte, dass Kunden, die das iPhone 4* im dritten Quartal bestellten, ihr Gerät erst später – also im vierten Quartal – erhielten. Die Verzögerung hätten das vierte Quartal also möglicherweise befeuert.

Bild: RIM

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