RIM hielt iPhone 2007 für unmöglich - Apple müsse lügen

Florian Matthey
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Als Apple Anfang 2007 das erste iPhone vorstellte, trauten RIM-Mitarbeiter ihren Augen nicht. In Meetings sollen sich die Verantwortlichen beim BlackBerry-Hersteller sicher gewesen sein, dass Apple bei der Präsentation gelogen habe: Ein Smartphone mit einem so großen Display könne keine nennenswerte Batterielaufzeit bieten.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Apple-Konkurrenten aus Kanada berichtet über die Meetings, die ab dem 10. Januar 2007, also einem Tag nach der iPhone-Präsentation stattfanden. Die RIM-Mitarbeiter hielten es für unmöglich, dass ein solcher Touchscreen und ein Prozessor, der diesen Funktionsumfang biete, nicht viel zu leistungshungrig sei. Dementsprechend überrascht seien die Verantwortlichen gewesen, als sie das erste iPhone auseinander nahmen – und ein Gerät vorfanden, das zum Großteil aus einer Batterie besteht. Befreundete Microsoft Mitarbeiter hätten ihrem damaligen RIM-Kollegen von ähnlichen Reaktionen berichtet.

RIM, Motorola, Nokia, Palm und andere Hersteller hätten Boden verloren, weil sie sich klar gemacht hätten, welches Potential in Smartphones stecke. RIM habe die BlackBerrys als eine Forterntwicklung seiner Pager aus den 1990er Jahren angesehen und nicht entsprechend weiter gedacht. Deswegen erschien das erste Touchscreen-Handy des Herstellers, BlackBerry Storm, erst Ende 2008, also fast zwei Jahre nach der iPhone-Präsentation.

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