Sammelklage gegen Apple und Co: Mitarbeiter fordern Schadenersatz

Flavio Trillo
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Für Apple, Google, Intel und einige andere Größten der Tech-Branche schien der Sachverhalt bereits abgeschlossen. Man hatte sich mit dem US-Justizministerium gütlich einigen können, fortan keine Absprachen mehr untereinander zu treffen, von gegenseitigen Mitarbeiter-Abwerbungen abzusehen. In einer Sammelklage fordert jetzt aber ein ehemaliger Mitarbeiter von Lucasfilm im Namen aller Ex-Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen entgangene Löhne sowie die dreifache Summe als Strafschadensersatz.

Die renommierte und bei Klägern äußerst beliebte Kanzlei Lieff Cabraser Heimann & Bernstein vertritt Siddharth Hariharan sowie alle weiteren potentiell Betroffenen. Er geht davon aus, dass die Absprachen zwischen den führenden IT-Unternehmen des Landes zu Lohneinbuße von bis zu 15 Prozent geführt haben. Man hatte sich auf höchster Ebene darauf verständigt, auf Angebote an Mitarbeiter der Konkurrenzfirmen zu verzichten. Falls doch an einem der Angestellten Interesse bestand, wollte man – über die Köpfe der Betroffenen hinweg – der Konkurrenz Bescheid geben und über das geplante Angebot informieren.

“Diese Firmen verdanken ihren enormen Erfolg der harten Arbeit ihrer Angestellten und sie müssen sich für ihr Fehlverhalten verantworten”, so Rechtsanwalt Saveri. Hätte die Marktsituation für Arbeitskräfte in diesem Bereich sich ungehindert entwickelt, wären die Löhne gestiegen. Doch der Wettbewerb wurde durch die Absprachen künstlich gehemmt, zu Lasten der jeweiligen Mitarbeiter.

Zwar hatten sich nach einer Untersuchung des Justizministeriums alle jetzt beklagten Parteien geeinigt, derartige Abkommen künftig zu unterlassen. Eine Entschädigung für die Beschäftigten war aber nicht Teil der Vereinbarung mit der US-Behörde.

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